Chemnitz deine Häuser – das König-Albert-Museum

Der Architekt Richard Möbius war Baubeamter in Chemnitz und prägte das kommunale Bauwesen der Stadt.

Zu seinen architektonischen Kindern gehören auch das König-Albert-Museum, 1909 erbaut – das Neue Rathaus – erbaut 1911 – und auch das Küchwaldkrankenhaus, in dem ich lernte, entstand 1915 unter seiner Leitung.

Direkt auf dem Theaterplatz, der im Sommer als Freilichtbühne genutzt wird, liegt das König-Albert-Museum.

Dieses Haus ist eines der bedeutendsten historischen Bauwerke in Sachsen.
Es wurde zu Ehren König Alberts und seiner Gemahlin Königin Carola errichtet.
Die wettinische Königin Carola, gebürtig aus dem Hause Wasa, blieb kinderlos, vielleicht rührte daher ihr hohes soziales Engagement,  das ihr bis heute einen Platz im Herzen der Chemnitzer sichert, nach ihr ist immer noch mancher Platz und manche Straße benannt.

Das Museum wurde 1909 eröffnet.
Zu DDR-Zeiten stand vor ihm der „Steinerne Wald“ – eine Sammlung fossiler Bäume – die sich nun, sicher vor Umwelteinflüssen,  im „dasTIETZ“ befindet.

Beim Bau wurde auf einheimische Rohstoffe zurück gegriffen und so besteht das Gebäude zum großem Teil aus dem hier heimischen „Roten Granit von Mittweida“.

Wie das Opernhaus und die Petrikirche wurde auch das König-Albert-Museum im 2. Weltkrieg stark beschädigt und befand sich nach der Wende in einem desolaten Zustand.

In den Jahren 1991/1992 wurde es grundlegend saniert.

Dabei wurde auch das kupferbedeckte Ziertürmchen wieder aufgebaut.

Im König-Albert-Museum befindet sich heute das „Museum am Theaterplatz“,  das ein kunsthistorisches Museum ist.
Es beherbergt ca. 60.000 Teile der Kunstsammlungen Chemnitz.
Darunter befindet sich die zweitgrößte Sammlung der Werke von Schmidt-Rottluff und eine Sammlung deutscher Impressionisten,  darunter z.B. Liebermann, Corinth und Slevogt. 

Ein Besuch im König-Albert-Museum verspricht einen gelungen Ausflug in die Welt der Kunst.

17 Antworten zu “Chemnitz deine Häuser – das König-Albert-Museum

  1. Dankeschön für diese interessante Präsentation des Museums!
    Liebe Morgengrüße
    vom Lu

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  2. Schön, dass diese wunderbare Architektur erhalten werden konnte, denn so etwas gehört zur Identität der Menschen, auch wenn viele ihr eigenes Land nicht so gut kennen, wie ferne Strände. Hab einen fröhlichen Tag liebe Freundin!

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  3. Schöne Einblicke. Danke dafür.
    Liebe Grüsse
    Thomas

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  4. Tolles Gebäude. Unsere Architektur kann sich gegenüber den von anderen Ländern durchaus sehen lassen.

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  5. Danke für den Einblick in dein Chemnitz.

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  6. Sag mal, so um 1986 herum warst Du nicht zufällig im Klinikum in der strahlentherapeutischen Abteilung, da beim Betatron in der Nähe beschäftigt?

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  7. In Guntram Vespers „Frohburg“ gibt es reichlich Nachkriegsinfos über das Chemnitz vor der Kamasta-Umtaufung und über die Wismutwerdegänge 45-49. Das fällt mir bei diesen Fotos automatisch ein: Es ist auch das ziemlich anschaulich ergreifende Schicksal eines alten Gerichtsrates zu erfahren, der mit Halbjüdin verheiratet, zwangspensioniert keine NS-Karriere machen konnte, deshalb nützlicher LDPD Blockflötist der frisch gegründeten SED wurde, seinen Chemnitzer Gerichtsposten aus Weimarer Zeit zurück bekam und wenig später in Ungnade fiel, weil er die Gleichheit vor dem Gesetz durchhalten – und somit 3 frischgebackene SED-Mitglieder verknacken wollte, die zuvor schon Kleinkriminelle der Stadt gewesen waren. Er wird systematisch „fertig gemacht“, kann aber vor Verhaftung noch fliehen und wird Staatssekretär der (tapfer sein!) FDP im Bundestag.

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