Die ausdauernde Schöne oder Gänseblümchen und der Tee daraus

Diese Pflanze kennt jeder und sie wächst fast überall. Man kann Kränze daraus winden oder er liebt mich/er liebt mich nicht damit spielen. Jedes Kind sammelt sie als Blumengruss an die Mama und auch der schlechteste Botaniker kennt ihren Namen – das Gänseblümchen.

Die Heilwirkung der Pflanze dagegen ist in Vergessenheit geraten. Nicht nur, dass die nussig schmeckenden Blüten jeden Wildkräutersalat bereichern, auch die säuerlich schmeckenden Blätter sind ein Genuss in ihm. Oder wie wäre es mit einem delikaten Gänseblümchenpesto…oder ihr legt die Knospen wie Kapern ein. Es gibt vielerlei Arten der Zubereitung.

Das Gänseblümchen kann noch viel mehr, es ist eine Heilpflanze die Husten lindert und Gelenkbeschwerden, auch Hautprobleme hilft es zu überwinden. Der Korbblütler gehört zur Ursprungsvegetation Mitteleuropas und ist verwandt mit Löwenzahn, Schafgarbe und echter Kamille. Von März bis November blüht es und kann über den gesamten Zeitraum geerntet werden. Seine lange Blütezeit brachte Carl von Linné auf den lateinischen Namen Bellis peremis – die ausdauernde Schöne. Noch eine Besonderheit hat die Pflanze, sie ist ein helitrop – so werden Pflanzen benannt, die immer der Sonne zugewandt sind und deren Blüten sich bei Nacht und Regen schliessen. Gänseblümchen sind Selbstbestäuber, ihre rasche Verbreitung verdanken sie ihren Samen die leicht an Hufen und Füßen haften und so ausgestreut werden.

Zu den Inhaltsstoffen zählen u.a. Gerbstoffe, die eine appetitanregende Wirkung haben und die Produktion von Verdauungssäften in Magen, Darm und Leber anregen. Zudem verfügt die Heilpflanze über Saponine, ätherische Öle und Flavonoide und wirkt damit antibakteriell, antifungizid, Cholesterin und Fett senkend sowie blutstillend. Seit dem Mittelalter werden Tinkuren aus Gänseblümchen verwendet bei empfindlicher sowie trocken-schuppiger Haut. Auch gegen Husten wirkt die Pflanze, die zudem eine harntreibende Wirkung hat und damit bei Erkrankungen der Blase und Niere hilft. Alte Kräuterbücher, wie der „Garten der Gesundheit“ von 1485, nennen es als anerkannte Heilpflanze, verweisen jedoch vorrangig auf dessen äußerliche Anwendung. Auch diese ist in Vergessenheit geraten, selten noch findet man Creme oder Salbe mit Gänseblümchen, die bei sensibler, umreiner Haut Hilfe bringen können. Einige Babycremearten haben noch u.a. Gänseblümchen zum Inhalt.

Die moderne Homöopathie rät zu Gänseblüchentinktur bei Verletzungen des Bewegungsapparates.

Zum Schluss aber keinesfalls zuletzt hilft ein Tee aus Gänseblümchen bei Schlafstörungen und Kopfweh, egal ob frisch oder getrocknet. Wie bei vielen Heilpflanzen sollte der Tee nur als Kur und nicht regelmäßig angewendet werden.

Was sie nicht alles kann – die ausdauernde Schöne.

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7 Antworten zu “Die ausdauernde Schöne oder Gänseblümchen und der Tee daraus

  1. Mir gefallen sie auf der Wiese besser.

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  2. Guten Morgen liebe Arabella, du hast gerade meine Kindheit durchschaut 😀 Wieder eine tolle Pflanze, die du uns vorgestellt hast und der ich in Zukunft mit noch mehr Respekt begegnen werde! Dir einen wunderbaren Tag und möge es Mutter und der Schaukeleroberin bestens gehen 🙂

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  3. Da kenne ich nur den Kamillen-Tee, sieht aber ähnlich aus.

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  4. Sie ist eine wunderbare Pflanze! Wir haben auch schon mal über sie berichtet und einige Rezepte mit Gänseblümchen vorgestellt. Der Tee muss einfach lecker sein! 🙂

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