Monopol der Gewalt

Lesen, lernen, handeln.

Arno von Rosen

Eigentlich wollte ich am Sonntag nichts machen. Eigentlich. Doch die Dauerberichterstattung über Terror, die in jeder Nachrichtensendung über uns hereinbricht, Sondersendungen auslöst und mich wegen der vielen lebenden und toten Opfer betroffen macht, treibt mich runter von der Insel der Glückseligen, wo es nur um Bilder, Essen und schöne Texte geht. Ich bin eben keine Insel, nicht taub und ebenfalls nicht blind. Seit ein paar Jahren könnte ich einfach einen alten Bericht anhören, mit Live-Reportern vor Ort, Zeugen, betroffenen Politikern, Durchhalteparolen oder Expertenmeinungen und müsste nur Opferzahlen und Orte korregieren. Ja, es geht auch um Quote und nun sage ich etwas entsetzliches, aber ich will ehrlich sein bei allem was ich tue. Ich sehe mir diese Sendungen nicht mehr an, reagiere nicht darauf, weder bei FB und eigentlich auch nicht hier. Dabei fühle ich mit den Opfern, nur nützt denen meine öffentliche Anteilnahme durch Worte, Bilder und Zeichen der Solidarität…

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8 Antworten zu “Monopol der Gewalt

  1. ein wertvoller Beitrag, stimmen allem zu,der Frieden muss in uns selbst entstehen, im Handeln und Denken, dort wo wir leben, Vorbilder eben im “ Kleinen“ weg von TV-und anderen Berichterstattungen, sonst zerstören wir uns selbst.
    danke Arabella für das “ rebloggen“ . Ein friedlichen Pfingstausklang.

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  2. Das ist mir, mit Verlaub, viel zu dünn, denn es ist eine Vogel Strauß Mentalität, einfach den Kopf in den Sand zu stecken,

    Wer sich nicht informiert, kann sich kaum ein Urteil oder eine Meinung bilden und schon gar nicht an der Diskussion teilnehmen. Ich empfehle jedem, vor allem ausländische Sender zu schauen und Zeitungen zu lesen, denn das deutsche Niveau ist schlecht wie nie.

    Die Dinge um uns verändern sich und ich bin nicht willens, mir Dinge und erarbeitete Rechte und Privilegien einfach wegenhmen zu lassen. In den 30er Jahren haben auch zu viele Menschen einfach weggeschaut, nichts gesagt und die „Elite“ einfach machen lassen. Das passiert besser nicht nochmal.

    Eher verlasse ich dieses abwärts gerichtete Land.

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    • Verlassen nützt nix, das Einholen hat keine Grenze mein lieber Herr Plietsche.

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    • Hallo Herr Plietsche, ich nehme Informationen aus allen Ländern wahr deren Sprache ich mächtig bin, doch täglich 3 Sondersendungen und das über Wochen bringt mir keinen Zugewinn an Informationen, sondern nur eigenes Leid. Ich kenne Berlin nicht so gut wie Brüssel, doch habe ich lange genug mit der politischen Kaste zu tun gehabt, um Verschleierung zu erkennen, wenn ich sie sehe. Und natürlich ist ein Artikel dünn, welcher nur zwei Seiten kurz ist. Der Rest ist Denkarbeit jedes Lesers selbst und wie gesagt, nur meine persönliche Ansicht und nicht als Vorzeigemodell gedacht. Danke fürs Lesen.

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      • Das Denken und Schlußfolgern fällt vielen Leuten anscheinend zu schwer.

        Ich informiere mich gern und sehe es nicht als Leid, eher als zukünftiges Schicksal, welches ich kaum in der Lage bin zu beeinflussen. Ich habe in meinem Leben gelernt, dass man sich am besten selbst hilft, denn zu schnell ist man verlassen. Wenn ich nun realisiere, dass nur meine Stimme an der Wahlurne dieses Chaos verändern kann, werde ich doch alle Möglichkeiten wahrnehmen, meine Sichtweise und meine Erfahrungen zu kommunizieren. Ich mag mich nicht abfinden und es ist mir sehr unangenehm, wenn Menschen Dinge hinnehmen, weil es so ist wie es eben ist oder es anscheinend keine Alternative gibt. Es gibt sie und damit meine ich keine Partei.

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        • Dann sind sie anders als die meisten Bürger, denn in Deutschland wird gerne hingenommen und verdrängt, so lange es irgend geht und einen nicht unmittelbar selbst betrifft, andernfalls ist man schnell ein Querulant, aber herzlich willkommen im kleinen Kreise, denn als dies sehe ich hier unsere kleine Gemeinschaft von Bloggern.

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          • Ich sage gern meine Meinung und bin oft sehr direkt, was viele Menschen nicht vertragen. Aber „Wasch mich, aber mach mich nicht nass“ ist eine Einstellung, die nicht gutgehen kann.

            Ich mache mir manchmal die Mühe darüber nachzudenken, ob Merkel wirklich so blöd ist oder welchen Zwängen sie unterlegen ist, so zu handeln. Wer zieht die Strippen im Hintergrund, ohne dass ich damit Verschwörungstheorien verfallen möchte.

            Der einzigen Schluß zu dem ich komme, ist der Fluss des Geldes. Er ist das, was die wirklich Mächtigen dieser Welr bewegt und damit meine ich keine Präsidenten.

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