Lungenkraut und der Tee daraus

Die himmelschlüsselartig blühende Pflanze steht in vielen Gärten zur Dekoration, auch wenn sie selber oft nur noch bei wirklich fachkundigen Gärtnern zu finden ist. Hat sie sich im Garten erst einmal angesiedelt, vermehrt sie sich schnell und lässt sich durch Absenker auch von Hand gut ziehen. Ihre Heilwirkung ist teilweise wieder in Vergessenheit geraten, sollte jedoch nicht unterschätzt werden.

Fange ich mit ihren Inhaltsstoffen an, zu denen u. a. Schleimstoffe, Gerbstoffe, Saponin und Kieselsäure gehören. Damit hilft das duftend blühende Kraut gegen Erkältungen und Halsschmerzen, Husten und Heiserkeit aber auch bei Durchfall und Blasenerkrankungen. Lungenkraut gehört zur Familie der Borretschgewächse, wie bei Borretsch fassen sich seine Blätter borstig und rau an. Alle Borretschgewächse sollten nicht regelmäßig angewendet werden. Ab Februar, wenn sich die ersten Blätter zeigen, kann das Lungenkraut gepflückt werden und auch bis in den Juli hinein ist die Pflanze zu beernten.

Selbst sammle ich nur vom blühenden Kraut, also von März bis Mai. Immer lasse ich einige Blüten stehen, Bienen und Schmetterlinge mögen die von rosa über rot und violett bis blau blühenden Schönheiten sehr. Wie bei Hortensien richtet sich die Blütenfarbe nach dem pH-Wert des Bodens. 

Gesammelt werden können Blätter, Blüten und Wurzeln, für meinen Tee nehme ich nur die Blüten mit den ersten, jungen Blättern. Lungenkrauttee wirkt adstringierend sowie harn- und schweißtreibend, zudem ist er reizlindernd.

Vor dem Mittelalter wird Lungenkraut kaum in Schriften erwähnt. Erst Hildegard von Bingen empfahl die bei ihr Lungenwurz genannte Pflanze gegen Erkrankungen der Lunge und der Atemwege. Von den lungenformig geformten Blättern, die beim echten Lungenkraut weiß gefleckt sind, hat die Heilpflanze auch ihren Namen.

Balsamisch ist der Duft der zarten Blüten, in Teemischungen sorgt das Lungenkraut mit seinem Aroma für Wohlgeschmack und wirkt zudem lindernd bei Erkältungen.

Wer keinen Tee mag, kann das schöne Blümchen in Salaten oder auch als Dekoration verwenden. Oder ganz einfach als das was es ist – eine Augenweide.

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34 Antworten zu “Lungenkraut und der Tee daraus

  1. Die Natur hat’s halt drauf … und du auch! 👍

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  2. guten morgen Arabella,du weißt doch immer wieder was neues..danke!
    einen schönen Tag für dich.
    Grüße zu dir Sarah

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  3. Ich glaube ich brauche einen Garten. 🙂

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  4. Guten Morgen allerliebste Arabella, manchmal glaube ich das ich blind durch die Welt gehe, weil du immer wieder Pflanzen vorstellst die ich hier noch nicht entdeckt habe, obwohl ich mich bemühe meine Natur wahrzunehmen. Ich würde mit den hübschen Blüten gerne einen Salat verfeinern, aber auch dein Tee daraus wird sicher ein Genuss. Endlich scheint hier mal die Sonne, weshalb ich mich gleich auf den Weg mache, bevor mich das Büro wieder einholt 😉 Dir einen wunderbaren Tag 🙂

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  5. Da werd ich den Hummeln mal gleich ein bissel Lungenkraut klauen. Hab von der heilenden Wirkung gehört, aber noch nie probiert. Bin gespannt, wie der Tee schmeckt. LG Annette

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  6. Ich mag Tee, jeden Morgen, Kräutertee…jammmmmmmm!

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  7. Tolles Kräutlein…sehr schön anzuschauen und heilsam dazu !
    Das schafft echt nur Mutter NATUR ❣🖒
    VlG

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  8. Tolllllllllllll mutter erde sie hat vieles in-sich

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  9. Und Frau Trebens steckt einen Zweig in einen Socken und schon hat das Kind wieder gute Noten in der Schule.

    Sorry, ich konnte nicht an mir halten. Wenn ich die „Apotheke Gottes“ lese, komme ich aus dem Lachen kaum noch heraus.

    Darauf einen Schwedenbitter ! *Prost*

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  10. Lieb von Dir, dass Du auch mit den Bienen und Hummeln teilst. Es ist so wichtig was für sie stehen zu lassen!
    Uns beeindruckt immer wieder die Kraft der Natur und wir machen uns oftmals Gedanken um das Wissen, welches darüber leider schon unwiederbringlich verloren gegangen ist. Deshalb ist es so wichtig das zu bewahren was wir noch haben! Wir danken Dir für’s Aufschreiben.

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