Monatsarchiv: April 2017

Schloss Altenburg

Glanz und Gloria

für sehr wenige Einzelne.

Hat sich bis heute nicht geändert, oder?!

Das Schöne vom Tag

Tür

und Tor

Zum Tag

Für meine Mutter benötige ich ein Notruftelefon. Ich telefoniere mit der Hotline der Krankenkasse und bekomme freundlich Auskunft. Als ich das entsprechende Rezept im Sanitätshaus einlösen will, muss ich feststellen, dass die Auskunft inkompetent und falsch ist. Ich maile mit der Chefin der Hotline, um den Fehler klar zu stellen und andere vor Schaden zu schützen. Auf der Suche nach dem preiswertesten Pflegedienst telefoniere ich mir Ohrenschmerzen. Mir werden unendlich viele Zusatzangebote offeriert, die meine Mutter nicht benötigt und deren Erläuterung mich Zeit kostet. Nur mit konkreten, zielgerichteten, wiederholten Nachfragen gelingt es mir, die notwendigen Angaben zu erfahren. Dabei ist die Inkompetenz bei der Auskunft nicht mit ebendieser bei der Leistung der verschiedenen Pflegedienste gleich zu setzen. Aufreibend.

Innere Einkehr schenkt mir Gartenfriemelei.

Beruhigend nicht notwendiges zu tun, zu atmen und zu leben.

In meiner Lieblingsfarbe blüht es und ich kann mich kaum satt daran sehen.

Das Lied zum Tag

Evergreen

Das Schöne vom Tag

Schöne Aussichten

Zum Tag

Was ist nur los?

Gestern forderte ein Mann einen anderen, jüngeren Mann in einer Buslinie der Stadt Chemnitz auf, seine Füße vom Sitz zu nehmen. Wann immer ich so etwas sehe, tue ich das auch.

Als der junge Mann den Bus verließ, verströmte er eine große Menge von Reizgas im Bus.

Mehrere Personen, darunter Kinder, mussten im Krankenhaus behandelt werden.

Das Lied zum Tag

Aragorn Sleepsong – Secret Garden

Blick in den Wandel

24.April

Kuchen(küchen)schlacht oder Freiberger Eierschecke

Eierschecke gehört zu Sachsen wie der Dialekt. Die Freiberger sprechen anders als die Dresdner, dies ist jedoch nicht der Grund für die beiden verschiedenen Eierscheckensorten der benannten Städte. Eine Dresdner Eierschecke besteht aus drei Schichten. Boden, Quark und Eierschecke. Wobei ich diese wiederum ohne Boden und manchmal mit Apfel backe, damit ist sie keine Dresdner Eierschecke, aber dafür sehr lecker.

https://www.google.de/amp/s/teil2einfachesleben.wordpress.com/2016/10/27/apfelkuchen-variante-6-saechsische-eierschecke-mit-geriebenem-apfel/amp/

Diesmal will ich mich aber brav an’s Rezept halten und eine original Freiberger Eierschecke backen. Diese hat nur zwei Schichten, Boden und Eierschecke und die Schecke ist hier ohne geschlagenes Eiweiß (wobei ich das beim nächsten Mal ändere). Nicht weil die Freiberger geiziger als die Dresdner sind, Sachsen sind generell nicht geizig, sondern weil die Freiberger ihren Quark verbauten und zum Essen keiner übrig war. So geht zumindest die Sage davon. Noch einen großen Unterschied zwischen den beiden Schecken gibt es. Während die Dresdner Eierschecke fast eine Torte ist, begnügt sich die Freiberger Schecke damit ein flacher Kuchen zu sein, allerdings mit Hefeteigboden. Mit dem Boden fängt meine Küchenschlacht an, er ist eben aus Hefeteig und ebendieser ist mein persönlicher Schrecken. Auch diesmal habe ich zwei Anläufe gebraucht. Lieber Hefeteig, zicke wie du willst, ich geb‘ nicht auf. Nachdem mir der erste Teig mit Vorteig misslungen ist, suche ich mir ein Rezept mit einem relativ einfachen Teig raus…was ist schon einfach? Nun also, für meine Freiberger Eierschecke braucht es.

Für den Teig:

250g Mehl

100g Zucker

2EL Öl

1/8l Milch

21g Hefe

Salz

Brav siebe ich das Mehl, damit Luft in den Teig kommt

und gebe Zucker, Salz und Öl dazu. In der sehr lauen Milch löse ich die Hefe.

Alles verknete ich dann rasch und lasse den Teig gehen. Dazu stelle ich in in den lauwarmen Backofen, so kann er keine Zugluft abbekommen. Nach einer reichlichen halben Stunde tut er so, als wölle er vielleicht, eventuell aufgehen. Ich gebe auf, noch einen Teig mache ich nicht. Dieser kommt jetzt in die Form, gehe oder gehe nicht…was immer.

Die Form habe ich gebuttert und ziehe einen kleinen Teigrand hoch, damit die Schecke nicht zu sehr runter läuft. Während der Teig nochmal ruht, heize ich den Backofen auf 175 Grad Umluft vor und mache den Guss.

Es braucht für den Eierscheckenguss:

125g Butter

25ml Sahne

50g Zucker

10 Eigelb

Rosinen

Mandelstifte

Die Rosinen habe ich über Nacht eingeweicht und lasse sie gut abtropfen.

Der Guss ist einfacher (wird aber auch nicht perfekt). Die Eigelb mit dem Zucker schaumig schlagen, die Sahne dazu geben und die geschmolzene! Butter dazu geben. Alles nochmals schaumig rühren. Dann kommt der Boden zuerst ohne Schecke für 10 Minuten bei 150 Grad Umluft in den Backofen zum Vorbacken. Dannach gebe ich den Eierguss darauf und streue Rosinen und Mandelstifte darüber.

Nun kommt die Schecke wieder in den Ofen und wird für weitere 10 Minuten bei 175 Grad Umluft gebacken. Nach dieser Zeit reisst meist die Kruste, Abhilfe schafft den Kuchen mit Wasser zu gesprühen.

Nocheinmal für reichlich 10 Minuten weiterbacken und…hurra…die Freiberger Eierschecke ist da.

Mein Werk ist noch deutlich verbesserungsfähig, irgendwann krieg ich dich du Hefeteig, jawoll, ich habe mir jetzt professionelle Hilfe von meiner Schwiegermutter geholt. Ha!

Märchenhaftes oder meine Tochter hat Geburtstag

Es war einmal ein kleiner Cremefrosch, in der Glasvitrine eines Bäckers stand er und schaute blauäugig in die Welt. Zwischen den vielfarbigen Baiserhäufchen, Mandarinenschnittchen, Nussecken und Nougatstängchen kam er sich eintönig vor. Plötzlich drückt sich ein kleines Näschen an die Scheibe, darüber befinden sich glänzende Schwarzaugen unter dunklen Haaren. Der Cremefrosch ist ein großer Märchenliebhaber, echt. „Das ist Schneewittchen“ denkt er und rückt sich vorteilhaft glänzend in’s Licht. Vor der Theke des Ladens beginnen Diskussionen. „Die Oma backt Kuchen, wir brauchen nur Brot.“ meint die blondhaarige, kugelrunde Mama von Schneewittchen. Joj, bis jetzt muss sie nur mit der Schaukelinhaberin debattieren, bald gibt es noch eine Schaukelerobererin, das wird was werden! Der Cremefrosch begreift sofort, wer hier die Entscheidungsgewalt innehat. Er schickt der Mama von Schneewittchen ein Lächeln und den Gedanken an ihre eigene Kindheit. Ihr Gesicht wird weich und lächelnd lässt sie ihn in wunderbar zartes Papier einschlagen.

Ende gut, alles gut. Und aus pädagogischen Gründen baut sie einen Teller voller Obst, welches sich sehr bemüht mithalten zu können und das tatsächlich schafft.


Das Märchen ist aus, da läuft ’ne Maus. Wer sie fängt darf Oma’s Kuchen essen.