Heißes für Kaltes – Soljanka

Es gab und gibt hier in meiner Gegend keinen ordentlichen Dorfgasthof der diese Suppe nicht im Angebot hatte und hat. Zu DDR-Zeiten stand sie auf mancher Karte eines Interhotels, wie die besseren Hotels damals hießen. Besser lassen sich Rester nicht auf den Tisch bringen. Manchen Soljanka’s war und ist das anzuschmecken. Zudem ist es, wie bei den Grünen Klößen, so eine Sache mit dem Rezept, natürlich ist das Eigene immer das Beste. Wie bei allen Gerichten ist es auch hier so…was man hineintut, bekommt man im Geschmack heraus. Für meine Soljanka verwende ich das Rezept meiner Tochter, es ist das Beste das ich kenne. Zudem habe ich noch Bratensoße von Rouladen übrig, in dieser Suppe ist sie gut untergebracht. Wer keine Soßenreste übrig hat, kann das durch Zugabe von einem Stück Soßenkuchen, den man für Sauerbraten nutzt, ausgleichen.

Für meine Soljanka ( 4 Personen werden davon gut satt ) braucht es:

1 l Gemüsebrühe (Hühnerbrühe, Fleischbrühe…alles geht, nur Suppenwürfel nicht;-))

1 Packung pürierter Tomaten (Tomatenmark, Dosentomaten, frische Tomaten…auch hier geht alles was der Vorrat bietet)

300 ml Bratensoße (oder eben ersatzweise Soßenkuchen)

1/2 Becher frischer Schmand (saure Sahne, Sahne, Creme fraiche…was da ist)

1 kleines Glas sauere Gürkchen und deren Sud (große saure Gurken, Senfgurken…)

2 große Gemüsezwiebeln ( Zwiebeln, Schalotten…was immer in der Gemüsekiste liegt)

2 Zehen Knoblauch (nicht verhandelbar, außer ihr habt Knoblauchcreme)

1 Zitrone (ersatzweise Essig)

400-500g Jagdwurst (Wiener, Schinken, Salami, Aufschnitt…alles was verbraucht werden sollte…)

1 EL Zucker

Salz

2 EL Öl

Die Jadwurst schneide ich in grobe Streifen, beim Anbraten schmort die Wurst zusammen und man braucht ja was zum Beißen. 

In etwas Olivenöl brate ich die Wurst direkt im Suppentopf an 

und lösche mit der Gemüsebrühe ab, so bleiben die Röstaromen in der Suppe. 

Dahinein kommt meine Rouladensoße, die alles herzhaft macht. 

In einer Pfanne 

schwitze ich die in Ringe geschnittenen Gemüsezwiebeln in Olivenöl (das für mich den feinsten Geschmack gibt, jedes andere Öl tut es auch) an. Wenn sie leicht gebräunt sind, kommt der Knoblauch dazu 

und alles bald darauf in die Suppe.

Den Sud der Gewürzgürkchen gebe ich hinein und auch diese, vorher in Scheibchen geschnitten.

Tomatenpüree und einen großen Klecks Schmand dazu und alles fein ordentlich umrühren.

Meine Zitrone schneide ich in Scheiben 

und gebe sie samt Schale hinein, ich mag diesen leicht bitteren Geschmack und esse in der Suppe auch die Schale. Wer das nicht mag, zieht Zisten und gibt diese mit Saft und Fruchtfleisch hinein.

Mit wenig Zucker abschmecken und bei Bedarf nachsalzen. Etwa eine halbe Stunde lasse ich meine Soljanka ziehen, damit sich die Aromen verbinden können.

Mit einem Klecks Schmand obendrauf serviert, wärmt diese Suppe hervorragend und schmeckt auch so. Gern auch aufgewärmt.

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14 Antworten zu “Heißes für Kaltes – Soljanka

  1. Meine Freunde in Wittenberg haben oft von Soljanka gesprochen. Ich hab es noch nie gegessen, dank dir habe ich jetzt eine Vorstellung.

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  2. Die Restesuppe – einfach lecker! Wenn ich früher nach einem Theaterbesuch ausgehungert aus der S-Bahn fiel, gab es da immer einen netten Kellner im „Haus Zeuthen“, der sofort in die Küche flitzte, um mir diese Art Suppe kurz vor Kneipenschluss aufzuwärmen.

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  3. Soso … Ich kenn‘ die selbstgemachte mit (Sauer-)Kraut und Kartoffelstückchen. Und unbedingt Brot dazu.

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  4. Immer wieder gern gegessen. 🙂
    LG und ein schönes Wochenende, Eberhard

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  5. Leckerschmecker !!!

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  6. Wollte ich noch nie essen oder machen …, bis jetzt. Schließlich muss ich mich weiter bilden und die Rezepte die du postest sind garantiert lecker liebste Arabella 🙂

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