Monatsarchiv: November 2016

Pause

Wir lesen uns im Dezember

Allen Freunden, Bloggern und Lesern wünsche ich einen frohen Ersten Advent.

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Träumerein

The Second Waltz

Zum Tag

Auf Arbeit heute das Monatsziel geschafft.

Im Garten das letzte Laub gefegt.

Noch dreimal aufstehen und dann…Ostsee ich komme. Juchhu!

Das Lied zum Tag

Nobody Does It Better

( Koch) Festtag

Während es im Sommer durchaus möglich ist unsere gesamte Familie in den Garten einzuladen, fehlt mir im Winter einfach der Platz dafür. Mehr als acht Personen verursachen in unserer, für uns beide völlig ausreichenden, Wohnküche Platzangst. So hat es sich ergeben, dass wir in jedem Jahr zum Geburtstag meines Gärtnergatten an die Ostsee verschwinden und die Feier selber teilen und vor- bzw. nachverlegen. Unsere Kinder laden wir an diesem Wochenende zum Coq au Vin ein, das Essen ist uns mittlerweile lieb geworden, fast ein vorgezogener Weihnachtsschmaus.

Festlich decke ich den Tisch und bereite alles für das Braten vor.

Besonders beliebt bei diesem eintopfartigem Gericht sind bei uns die in der Soße mitgegarten Möhren. Also schäle ich eine ganze Menge davon, etwas Grün lasse ich an der Möhre, das sieht appetitlich aus. Das Anbraten einer solchen Menge von Hühnerkeulen

macht enormen Küchenputzaufwand, daher lässt mein Gärtnergatte die Sommerküche aufleben und brät das Fleisch draußen an.

Er hat dabei eine gute Erinnerung und ich keine Putzerei, perfekt.

Im Garten duftet es bald so verlockend, dass alle Nachbarskatzen angeschnurrt kommen, heute gehen sie leer aus. Im Haus werden die Hühnerschenkel flambiert

und mit Rotwein aufgegossen. Der angebratene Speck und die Schalotten kommen dazu, bevor obenauf die Möhren zum Garen gelegt werden.

Reichlich glatte Petersilie gibt mein Chefkoch hinein und dann Deckel drauf und schmoren lassen. Auf dem Deckel der Pfanne ziehen in einem geschossenen Topf die Champignons gar.

Nun riecht es auch im Haus verlockend. Die Champignons kommen später, während Hühnerbeine und Möhren im Backofen warm gehalten werden, in die zum Reduzieren kochende Soße.

Mittlerweile sind unsere Kinder eingetroffen, fröhlich beleben sie unser duftendes Haus. Bis alles fertig ist, kann man mit meiner Tischdekoration Aschenputtel umgedreht spielen.

Die guten ins Kröpfchen, die schlechten ins Töpfchen…bis das Essen auf dem Tisch steht.

Das Fleisch ist so zart, dass es vom Knochen fällt, liegt in der würzigen Soße umgeben von Champignons, köstlich.

Am Allerbesten sind auch diesmal die Möhren, manchem sind sie die ganze Mahlzeit.

So bescheiden bin ich nicht, lasse mir meinen Teller befüllen und wir schmausen vergnügt auf’s Beste.

Coq au Vin zählt zu unseren Lieblingsessen für die ganze Familie und ich bin glücklich alle an meinem Tisch versammelt zu haben, gemeinsam mit ihnen zu essen und zu plaudern. Zu diesem guten Abend gehört natürlich ein Nachtisch. Dafür habe ich Vanilleeis mit Schokosplittern gemacht, das ich gemeinsam mit Arno’s fabelhaften Kuchen im Glas 

https://rosenkocht.wordpress.com/2016/11/08/rosens-geschenk-glas-kuchen/

serviere.

Der süße Kuchen und mein schmelzendes Eis ergänzen sich perfekt. Wir geniessen noch eine ganze Weile diesen guten Abend, sitzen und erzählen. Zurück bleibt bei mir das Gefühl, unsere Kinder kommen sehr gern in ihr Elternhaus, warm fühlt sich das an und es macht mich froh. Wer das Gericht nachkochen mag, findet das genaue Rezept hier, die Familie dazu muss selbst erliebt werden.

https://arabella50.wordpress.com/2014/10/24/und-vom-ganzen-huhnerschmaus-guckt-nur-noch-ein-bein-heraus-teil-1/

https://arabella50.wordpress.com/2014/10/24/und-vom-ganzen-huhnerschmaus-guckt-nur-noch-ein-bein-heraus-teil-2/

Das Schöne vom Tag

Flambierte Hähnchenschenkel

Zum Tag

F.A.Z. Beitrag: Merkel kandidiert wieder für CDU-Vorsitz und Kanzleramt

Empfehlenswerter Beitrag von FAZ-NET: http://www.faz.net/-gpc-8nkdr via @faz.net

Damit dürfte sie der AfD den Weg bereiten…

Das Lied zum Tag

Der goldene Pavillon 

– Sonntagsmärchen – 

Gebrüder Grimm

Der Wolf und die sieben Geißlein

Es war einmal eine alte Geiß, die hatte sieben junge Geißlein. Sie hatte sie so lieb, wie eben eine Mutter ihre Kinder liebhat. Eines Tages wollte sie in den Wald gehen und Futter holen. Da rief sie alle sieben herbei und sprach: »Liebe Kinder, ich muß hinaus in den Wald. Seid inzwischen brav, sperrt die Türe gut zu und nehmt euch in acht vor dem Wolf! Wenn er hereinkommt, frißt er euch mit Haut und Haaren. Der Bösewicht verstellt sich oft, aber an seiner rauhen Stimme und an seinen schwarzen Füßen werdet ihr ihn gleich erkennen.«
Die Geißlein sagten: »Liebe Mutter, wir wollen uns schon in acht nehmen, du kannst ohne Sorge fortgehen.« Da meckerte die Alte und machte sich getrost auf den Weg.
Es dauerte nicht lange, da klopfte jemand an die Haustür und rief: »Macht auf, ihr lieben Kinder, eure Mutter ist da und hat jedem von euch etwas mitgebracht!« Aber die Geißlein hörten an der rauhen Stimme, daß es der Wolf war. »Wir machen nicht auf«, riefen sie, »du bist nicht unsere Mutter. Die hat eine feine und liebliche Stimme, deine Stimme aber ist rauh. Du bist der Wolf!«
Da ging der Wolf fort zum Krämer und kaufte sich ein großes Stück Kreide. Er aß es auf und machte damit seine Stimme fein. Dann kam er zurück, klopfte an die Haustür und rief: »Macht auf, ihr lieben Kinder, eure Mutter ist da und hat jedem von euch etwas mitgebracht!«
Aber der Wolf hatte seine schwarze Pfote auf das Fensterbrett gelegt. Das sahen die Kinder und riefen: »Wir machen nicht auf! Unsere Mutter hat keinen schwarzen Fuß wie du. Du bist der Wolf!«
Da lief der Wolf zum Bäcker und sprach: »Ich habe mir den Fuß angestoßen, streich mir Teig darüber!«
Als ihm der Bäcker die Pfote bestrichen hatte, lief er zum Müller und sprach: »Streu mir weißes Mehl auf meine Pfote!« Der Müller dachte, der Wolf wolle jemanden betrügen, und weigerte sich. Aber der Wolf sprach: »Wenn du es nicht tust, fresse ich dich!« Da fürchtete sich der Müller und machte ihm die Pfote weiß.
Nun ging der Bösewicht zum dritten Mal zu der Haustür, klopfte an und sprach: »Macht auf, Kinder, euer liebes Mütterchen ist heimgekommen und hat jedem von euch etwas aus dem Wald mitgebracht!«
Die Geißlein riefen: »Zeig uns zuerst deine Pfote, damit wir wissen, daß du unser liebes Mütterchen bist.«
Da legte der Wolf die Pfote auf das Fensterbrett. Als die Geißlein sahen, daß sie weiß war, glaubten sie, es wäre alles wahr, was er sagte, und machten die Türe auf.
Wer aber hereinkam, war der Wolf! Die Geißlein erschraken und wollten sich verstecken. Das eine sprang unter den Tisch, das zweite ins Bett, das dritte in den Ofen, das vierte in die Küche, das fünfte in den Schrank, das sechste unter die Waschschüssel, das siebente in den Kasten der Wanduhr. Aber der Wolf fand sie und verschluckte eines nach dem andern. Nur das jüngste in dem Uhrkasten, das fand er nicht.
Als der Wolf satt war, trollte er sich fort, legte sich draußen auf der grünen Wiese unter einen Baum und fing an zu schlafen.
Nicht lange danach kam die alte Geiß aus dem Walde wieder heim. Ach, was mußte sie da erblicken! Die Haustür stand sperrangelweit offen, Tisch, Stühle und Bänke waren umgeworfen, die Waschschüssel lag in Scherben, Decken und Polster waren aus dem Bett gezogen. Sie suchte ihre Kinder, aber nirgends waren sie zu finden. Sie rief sie nacheinander bei ihren Namen, aber niemand antwortete. Endlich, als sie das jüngste rief, antwortete eine feine Stimme: »Liebe Mutter, ich stecke im Uhrkasten!«
Da holte die Mutter das junge Geißlein aus seinem Versteck heraus, und es erzählte ihr, daß der Wolf gekommen wäre und die anderen alle gefressen hätte. Ihr könnt euch denken, wie da die alte Geiß über ihre armen Kinder geweint hat!
Endlich ging sie in ihrem Jammer hinaus, und das jüngste Geißlein lief mit. Als sie auf die Wiese kamen, lag der Wolf immer noch unter dem Baum und schnarchte, daß die Äste zitterten. Die alte Geiß betrachtete ihn von allen Seiten und sah, daß in seinem vollen Bauch sich etwas regte und zappelte. Ach, Gott, dachte sie, sollten meine armen Kinder, die er zum Nachtmahl hinuntergewürgt hat, noch am Leben sein?
Da mußte das Geißlein nach Hause laufen und Schere, Nadel und Zwirn holen. Dann schnitt die alte Geiß dem Bösewicht den Bauch auf. Kaum hatte sie den ersten Schnitt getan, da streckte auch schon ein Geißlein den Kopf heraus. Und als sie weiterschnitt, sprangen nacheinander alle sechs heraus. Sie waren alle heil und gesund, denn der Wolf hatte sie in seiner Gier ganz hinuntergeschluckt.
Das war eine Freude! Da herzten sie ihre liebe Mutter und hüpften wie Schneider bei einer Hochzeit. Die Alte aber sagte: »Jetzt geht und sucht große Steine, damit wollen wir dem bösen Tier den Bauch füllen, solange es noch im Schlafe liegt.«
Da schleppten die sieben Geißlein in aller Eile Steine herbei und steckten ihm so viele in den Bauch, als sie nur hineinbringen konnten. Dann nähte ihn die Alte in aller Geschwindigkeit wieder zu, so daß der Wolf nichts merkte und sich nicht einmal regte.
Als er endlich ausgeschlafen war, machte er sich auf die Beine. Und weil ihm die Steine im Magen großen Durst verursachten, wollte er zu einem Brunnen gehen und trinken. Als er aber anfing zu laufen, stießen die Steine in seinem Bauch aneinander und zappelten. Da rief er:
»Was rumpelt und pumpelt
In meinem Bauch herum?
Ich meinte, es wären sechs Geißelein,
Doch sind’s lauter Wackerstein.»

Und als er an den Brunnen kam und sich über das Wasser bückte und trinken wollte, da zogen ihn die schweren Steine hinein, und er mußte jämmerlich ersaufen.
Als die sieben Geißlein das sahen, kamen sie eilig herbeigelaufen und riefen laut: »Der Wolf ist tot! Der Wolf ist tot!« Und sie faßten einander an den Händen und tanzten mit ihrer Mutter vor Freude um den Brunnen herum.

Das Lied zum Tag

A Whiter Shade Of Pale