Zum Tag

Der MDR gibt bekannt:

Die Polizei teilte auf Twitter mit: „Um Zugang der Ehrengäste zu den Protokollveranstaltungen am Neumarkt zu gewährleisten, mussten Personen zurückgedrängt werden.“ Ein Polizeisprecher erklärte auf MDR-Anfrage, die Versammlung sei nicht angemeldet gewesen. Da keine Gefahr für die geladenen Gäste bestand, habe man die Menschenansammlung jedoch geduldet. „Die verbalen Äußerungen beziehungsweise die Trillerpfeifen werten wir als Form der Meinungsäußerung. Vor diesem Hintergrund hat sich die Polizei gemeinsam mit der Stadt dazu entschieden, nicht einzugreifen.“

„2.600 Beamte sind im Einsatz. Die Sicherheitsvorkehrungen wurden am Montag nochmals verstärkt, auch Scharfschützen sind positioniert worden. Bereits seit zwei Tagen feiern die Bürger in Dresden, die Innenstadt ist mit Betonklötzen und Tausenden Polizisten gesichert. Überschattet wurden die Feierlichkeiten von zwei Sprengstoffanschlägen in der vergangenen Woche, die glimpflich verliefen, sowie von Brandanschlägen auf drei Polizeifahrzeuge in der Nacht zum Sonntag.“

Ist das „alles pöbelnder Mob“, sind alle Gegener der herrschenden Politik gleich Pegieda?  Gerade die Bürger Sachsens kennen das Gefühl, wenn rauschende Volksfest gefeiert werden, deren Glanz die miserable Lage übertünchen soll. Angereiste Staatsoberhäupter lächeln. Noch am 7.Oktober 1989 feierten die lächelnden Staatsoberhäupter den Geburtstag eines Staates, der wenige Tage später Geschichte war. Viele müssen noch mitspielen bei dieser Farce. Die Regierung stellt sich taub und blind, wahrscheinlich ist sie es auch.

Schon bei Demonstrationen in Leipzig im Sommer erstatteten die Medien teilweise falsch.

Nicht jeder Hartz-IV-Empfänger ist Gegner der Flüchtlingspolitik. Die gibt es quer durch alle Klassen. 

Vieles erinnert mich im Moment an die Medienpolitik der DDR. Jeder der anders denkt, wird als Mob, als Abschaum der Gesellschaft dargestellt. Die Masse der Bürger die sich regierungskonform verhält, sind die friedlichen Bürger und Mitmenschen.

Es gibt beides, Mob und friedliche Bürger und daneben viele anders Seiende. Gleiches Recht für alle.

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22 Antworten zu “Zum Tag

  1. Es gibt die Möglichkeit zu wählen und mit angemeldeten Demonstrationen die Meinung friedlich kund zu geben (In der DDR wohl nur gering möglich gewesen). Der Mob ist nicht die Masse der Bevölkerung und es geht uns durch die Vereinigung nicht so schlecht.

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  2. Wie schon gesagt, der Protest geht nicht gegen die Wiedervereinigung, sondern gegen diese in vielen Belangen ignorante Regierung.

    Die Betonklötze und Scharfschützen sowie die Elite GSG9 sind Anti-Terror Kampf, weil wir ja so einen sicheren Staat haben. So ist das, wenn man sich selbst ein Bein stellt.

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  3. danke für deine Infos, welch eine Arroganz der Mächtigen

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  4. Es ist unglaublich, in welchem Ausmaß die geführten Medien bewusst versuchen zu beeinflussen.

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  5. Na das klingt ja nach einem richtig gemütlichen Feiertag der Einheit …..

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  6. Tja Palazzo di Prozzo Ostberlin 7. Oktober 89 und gestern – das hat was.
    Thierse um 2000 herum: Der Osten steht auf der Kippe.
    …inzwischen sind 16 Jahre vergangen.

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  7. >>Ein Polizist hat den Teilnehmern der Pegida-Demonstration am Tag der deutschen Einheit in Dresden per Lautsprecher-Durchsage einen „erfolgreichen Tag“ gewünscht. Die sächsische Polizei hat sich von der Aussage des Kollegen distanziert. (….) Der Beamte hatte vor Beginn der Demonstration des fremdenfeindlichen Pegida-Bündnisses am Nachmittag zunächst die Versammlungsauflagen verlesen, obwohl dies üblicherweise der Veranstalter macht. Er begründete dies mit einem Defekt an der Lautsprecheranlage von Pegida und betonte, er mache das „gerne“.
    Am Ende seiner Durchsage erklärte der Polizist vor mehreren tausend Pegida-Anhängern: „Wir wünschen einen erfolgreichen Tag für Sie!“ Die Menge quittierte dies mit Applaus und skandierte: „Eins, zwei, drei, danke Polizei!“<<

    Was ist nun so schlimm daran? Ich finde dass es eine Aussage war die durchaus deeskalierend wirkt(e).
    Keine Ausschreitungen, nur Sprechchöre und Trillerpfeifen gegen die betriebsblinden Politiker unseres Landes.
    Aber man kann es ja aufbauschen und stigmatisieren….

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  8. Merkels Herrschaft zeigt ihr wahres Gesicht. Wer gegen sie ist, wird denunziert. Die Staatsmedien ziehen mit. Im Gleichschritt! Marsch!

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