Zum Tag

Meck, meck…was wir gern fressen;-) 

Wie Rinder und Schafe gehören auch die Ziegen zu den Wiederkäuern, das heißt sie verfügen über ein mehrhöhliges Verdauungssystem, das selbst kärglichste Nahrung äußerst effektiv verwerten kann. Mithilfe von Mikroorganismen wird das rohfaserhaltige Futter, das zuvor mit der sehr beweglichen Oberlippe und den unteren Schneidezähnen (im Oberkiefer gibt es nur eine harte Gaumenplatte, Schneidezähne fehlen hier) abgezupft und zerkaut wurde, im Pansen aufgeschlüsselt und zerkleinert. Dann wandert es über den Netzmagen und die Speiseröhre zurück ins Maul, wo das Wiederkäuen einsetzt. Der so zerkleinerte und eingespeichelte Nahrungsbrei gelangt nun über die Schlundrinne in der Speiseröhre direkt in den Blättermagen und weiter in den Labmagen, wo die eigentliche Verdauung einsetzt. Die zahlreichen Mikroorganismen aus dem Pansen werden hier ebenfalls verdaut und bilden so eine wichtige Eiweißquelle.

Grobfutter

Unerlässlich für eine ungestörte Pansenfunktion ist ein hoher Anteil an Grobfutter in der Futterration. Im Frühjahr und Sommer reicht in der Regel der Weidebewuchs völlig aus. Ziegen und Schafe können auch gut zusammen gehalten werden, da die Ziegen eher längere, schon etwas verholzte Pflanzenteile bevorzugen, während Schafe lieber das saftige, kürzere Grünfutter fressen. Auch Blätter von Büschen und Bäumen, kleine Zweige und Rinde gehören zum Nahrungsspektrum einer Ziege. Wenn sie die Möglichkeit hat, nimmt sie aber auch gerne das Geranienbeet der Nachbarn oder gar das frisch gewaschene Betttuch an der Wäscheleine. So genügsam Ziegen auch in Notzeiten sind, so naschhaft und wählerisch können sie bei reichhaltigem Angebot sein, denn sie mögen es, Neues auszuprobieren.

Winternahrung

Im Winter bildet Heu die Hauptnahrungsgrundlage, bereichert durch Silage, frisch geschnittene Zweige und, je nach Bedarf, Kraftfuttergaben in Form von Getreide, Rüben- oder Melasseschnitzel oder Ölsaatschrot. Auch Obst in kleineren Mengen, Rüben, Karotten, nicht gekeimte Kartoffeln oder ab und zu trockenes Brot werden als Leckerei gerne angenommen. Der Kraftfutteranteil muss dem tatsächlichen Bedarf angepasst sein, da die Ziegen sonst schnell verfetten.

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5 Antworten zu “Zum Tag

  1. Ziegen sind weise – und sie wissen die Zeit, ohne je eine Uhr besessen zu haben und kennen den Papst, zwar nicht aber das Wetter

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  2. Ziegen sind was Feines – auch wenn ich vor denen im Streichelzoo immer abgehauen bin…:)

    LG

    Macabros

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