Goldrute und der Tee daraus

Im Garten gibt es wilde Ecken. Nicht immer reicht meine Zeit für alles, was ich gern tun würde. Die Natur ist ein liebender Begleiter, sie hilft mir mit ihrer beständigen, existierenden Klarsicht. Zeigt mir neue Wege auf und hilft ihr Miteinander nachzuleben.

An einigen der Goldrutenpflanzen im Garten klettern wilde Winden empor, sicher bin ich mir, sie wissen warum.

Goldrute ist eine Heilpflanze. Sie wirkt antibakteriell, hilft bei Erkrankungen des Nieren- und Blasentraktes. Wegen ihrer stark entwässernden Wirkung ist es dringend anzuraten, ausreichend Wasser zum Goldrutentee dazu zu trinken.

Tee aus Goldrute reinigt die Harnwege und hilft damit gegen Blasen- und Nierensteine. Zudem schützt er vor den lästigen Begleiterscheinungen einer Reizblase. Ein weiteres Lindern dabei schafft die krampflösende Wirkung. 

Die gesteigerte Wasserauscheidung beim Genuß von Goldrute schwemmt Bakterien aus, unterstützt wird das durch die antibakterielle Wirkung des Heilkrautes. Reizzustände werden beruhigt, die gesamte Muskulatur der Blase und der Harnleiter entspannt sich. 

Zu den Inhaltsstoffen zählen u.a. pflanzliche Schleimstoffe, Sopone, Gerbstoffe und ätherische Öle. Die enthaltenen Gerbstoffe helfen bei schlecht heilenden Wunden, der Tee kann auch als Gurgellösung verwendet werden, er schützt so zusätzlich vor Zahnfleischbluten.

Zwischen August und Oktober, wenn das Heilkraut in voller, gelber Blüte steht, ist die beste Erntezeit. Ist die Goldrute luftig getrocknet, muss sie lichtgeschützt aufbewahrt werden, nicht länger als ein Jahr ist ihre Wirksamkeit im getrockneten Zustand vorhanden.

Für einen Tee übergießt man 2 TL getrocknetes Kraut mit 1/4 Liter kochendem Wasser und lässt ihn kurz ziehen.

Der Tee, den Schwangere und Stillende unbedingt meiden sollten, wirkt harntreibend, durchspülend sowie keimtötend. Zusätzlich hat er eine krampflösende, entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung.

Bei Prostatabeschwerden –  bei denen zusätzlich eine Bereitschaft zur Entzündung vorliegt – kann eine Teemischung aus Goldrute, Brennessel und Birkenblättern hilfreich sein.

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15 Antworten zu “Goldrute und der Tee daraus

  1. Das ist so toll, liebe Arabella, was Du alles über Kräuter und deren Verwendung bzw. Anwendung und Wirkung weißt. Danke, dass Du dies Wissen mit uns teilst. Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende. Liebe Grüße mit ❤

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  2. Danke für diesen informativen Bericht über diese für mich unbekannte Heilpflanze.
    Neben der beschriebenen echten Goldrute gibt es noch die nordamerikanische Goldrute, die vor ca. 250 Jahren eingeschleppt wurde. Als invasiver Neophyt vermehrt sie sich explosionsartig wie auch das drüsige Springkraut. Sie ist gebietsfremd und bedrängt die einheimische Flora. Sie wird deshalb bei uns in der Schweiz systematisch bekämpft.
    Grüess Ernst

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  3. Goldrute habe ich schon öfter bei Spaziergängen entdeckt, jetzt kenne ich wenigstens den Namen und kann Goldstück etwas darüber erzählen, wenn wir sie fotografieren – danke liebe Arabella 🙂

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  4. Das wusst ich gar nicht.
    In meiner Kindheit war die Goldrute überall. Oder liegst an der Regionalität? Ich sehe sie kaum noch.

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  5. danke für die tollen Hinweise, wünsche ein gutes Wochenende

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  6. Wieder einmal ein hochinteressanter Bericht, den Du uns da geschenkt hast. Danke dafür. 🙂
    Wir freuen uns, dass es solch wilde Ecken bei Dir gibt! Denn Bienen, Hummeln und viele andere Tierchen sind Dir dafür sehr dankbar.Und mal ehrlich: wenn solch wundervollen Pflanzen in den wilden Ecken wachsen, dann muss doch alles richtig gelaufen sein! 😉
    Liebe Grüße
    AnDi

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  7. Wusste ich nicht, danke für die unterhaltsame Lehr“stunde“.

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