Aus gutem Grund – Marmorkuchen

Wenn mein Gärtnergatte mal wieder zu viel Überstunden machen muss, schickt mir sein Chef, um mich friedlich zu halten, gelegentlich Blumen. Nun hat er Geburtstag, der Chef, guter Grund ihm einen Kuchen zu backen. Seit dem letzten Schokoladeneis schwirrt mir Marmorkuchen durch den Kopf. Das hier ist die Gelegenheit, die Gedanken in Taten zu verwandeln.

Für meinen Marmorkuchen brauche ich:

4 Eier, getrennt

250 g Butter, geschmolzen

150 g Puderzucker, gesiebt

400 g Mehl, gesiebt

2 EL Kakao

1 Vanilleschote

1 kleine Tüte Natron

200 g Schmand

1 EL Rumaroma

1 Prise Meersalz

Die Eigelbe schlage ich schaumig und gebe die geschmolzene Butter vorsichtig, unter ständigem Rühren dazu.

Dann siebe ich den Puderzucker hinein. Er löst sich im Teig deutlich besser als Kristallzucker, der Kuchen schmeckt runder.

Den Schmand dazu geben und alles schaumig aufschlagen. Je mehr Luft untergehoben wird, um so fluffiger wird das Ergebnis, das ist auch der Grund warum ich das Eiweiß zu Schnee schlage.

Anschließend siebe ich Mehl und Natronpulver dazu und rühre alles zu einem glatten Teig, den ich in zwei Hälften teile. Auch das Natron, anstatt Backpulver, macht den Kuchen luftig, zusätzlich verursacht ein mit Natron als Backtreibmittel gebackener Kuchen kein Sodbrennen. ( Man wird ja an Geburtstagen nicht jünger…)

In eine Hälfte des Teiges kommt der Kakao, das Rumaroma und die Hälfte des mit einer Prise Salz steif geschlagenem Eiweißes.

Die andere Hälfte vermische ich mit der Vanille und hebe den restlichen Eischnee unter. Vanilleschoten sind mir ausgegangen. Da ich immer mal was vergesse, sorge ich vor. Für solche Fälle habe ich meine Vanillemühle, die muss es für diesmal tun. Macht sie auch.

Die beiden verschiedenen Teige schichte ich nacheinander in eine Backform.

Schon ist es soweit, der Kuchenteig ist fertig, Löffel und Schüssel können ausgenascht und abgeschleckt werden.

Hmmm, schmeckt.
180 Grad Umluft stelle ich ein und backe den Marmorkuchen 60 Minuten.

 

Eine Schokoladenglasur verziert den Kuchen und macht ihn noch schokoladiger. 

Man sollte alle Chefs gelegentlich mit Schokolade füttern, das macht sie umgänglicher und ist viel besser als Honig um’s …zu schmieren.

Angeschnitten kann ich mein köstliches Werk leider nicht zeigen, ich bin beim Verspeisen nicht dabei. Reicht, wenn einer ständig zu spät nach Hause kommt.

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35 Antworten zu “Aus gutem Grund – Marmorkuchen

  1. Für Kuchen gibt es immer einen guten Grund. 😉

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  2. Genau: Reicht, wenn einer ständig zu spät nach Hause kommt! 😉
    Der Kuchen ist sicherlich perfekt geworden.
    Vielleicht hat der Chef heute ein Einsehen!

    Gefällt 3 Personen

  3. Liebe Arabella, nach all dem Gemüse wäre doch ein Kuchen nicht schlecht, also werde ich mich an deinem Rezept versuchen, es ist gerade so schön kühl in der Küche 😉

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  4. Hm, heute ist doch der Tag nach Dienstag, oder ? DZ,DZ,DZ

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  5. Dass es solche Chefs noch gibt ist doch etwas sehr erfreuliches! Ein dreifach hoch. Dafür als Belohnung einen Kuchen ist auch nicht alltäglich. Aber so funktioniert doch das Miteinander hervorragend! Besser, als sich zu ärgern; das nützt doch eh nichts.

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  6. Du: „der Kuchen schmeckt runder …“ – Würde er das auch machen, wenn du ihn in einer eckigen Form bäckst??? 🙂

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  7. oha, das sieht ja lecker aus, schönen Mittwoch für dich

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  8. Kann ich nicht mal ne Weile der Chef vom Gärtnergatten sein? Sagen wir mal: bis übermorgen?

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  9. Ein genialer Klassiker! Lecker… Und es stimmt, das ist die eindeutig bessere Variante (statt Honig um’s….. )!

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  10. ich liebe Marmorkuchen, aber backe keine. Mein Mann isst meist nur ein Stueck, die Enkel duerfen zum Teil keinen Essen wegen Gluten und ich versuche moeglichst weiterhin abzunehmen. Aber ein Stueck haette ich gerne probiert

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  11. Den probiere ich aus😋😋😋

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  12. Mhmm! Für Kuchen muss es doch keine Gründe geben… 😉

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  13. Marmorkuchen liebe ich…

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  14. Natron – danke für den Tipp.
    Marmorkuchen mit Schmand kenne ich nicht. Wird gleich am Sonntag probiert 🙂

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  15. Hätt ich das wundervolle Rezept für den noch wundervolleren Kuchen – so wie er aussieht – letztes Jahr hier bei dir im August gelesen, dann hätt ich den selbst gebacken oder backen lassen und hätt ihn also pünktlich zu meinem Geburtstag gehabt, denn ich bin zufällig August-Löwe. Ich kopier mir das Rezept jetzt erstmal runter. Deine Blogs sind ja ein Fundus von vielen Dingen, die das Leben angenehm gestalten. Ich muss im Urlaub mal richtig stöbern und schauen, was du noch so alles zauberst aus dieser Wundertüte. Ein schönes Hähnchenrezept könnt ich noch brauchen 🙂

    Vielen herzlichen und lieben Dank, du Liebste aller Lieben ❤ :*

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