Propaganda ohne Netz und doppelten Boden

Lesenswert.

Querdenkende

https://pixabay.com/de/trend-berater-medien-geschaefte-1202994/ pixabay.com

Medienberieselung äußerst erfolgreich

Bloß nicht nachdenken über Zusammenhänge in einer Zeit, in der ohnehin eine dramatische Meldung die andere jagt, man will doch schließlich für sein hartverdientes Geld wenigstens in den restlich verbleibenden Stunden zwischen Feierabend und Schlafenszeit sich keine Sorgen machen um das Schicksal der anderen oder gar sich selbst. Das eigene kleine Reich bleibt gefälligst unangetastet.

Durchaus verständlich eine solche Einstellung, wenn da nicht ganz simple Möglichkeiten wären, dieses Verhalten empfindlich zu stören. Der ahnungslose Bürger wird dauerberieselt über sämtliche Medien, allen voran vom Fernseher, der längst nicht nur allabendlich eingeschaltet, sondern dem US-Vorbild entsprechend nonstop seine Botschaften gleich in mehreren Räumen entläßt, diese somit ins Unterbewußtsein einfließen und in Buntblattzeitungen während der U-Bahnfahrt, in Arztpraxen oder auf dem Stillen Örtchen bestätigt nachzulesen sind, um nachhaltig dafür zu sorgen, daß die Gehirnwäsche eigene Meinungen in den letzten Windungen löscht und durch einfache Parolen ersetzt.

Resignation Ergebnis einer…

Ursprünglichen Post anzeigen 523 weitere Wörter

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15 Antworten zu “Propaganda ohne Netz und doppelten Boden

  1. Dort gibt es viele lesenswerte Artikel, auch wenn fast nie leichte Kost dabei ist, eben wie im richtigen Leben.

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  2. Es gibt nur eine Möglichkeit sich dem zu entziehen. Wir schauen schon seit Wochen nur noch sporadisch mal Fernsehen und hören auch kein Radio (außer im Auto). Das Wenige, das man trotzdem mit bekommt (vor allem aus dem Internet), reicht schon aus, um einem manchmal den Tag zu verderben, wenn man es zulässt.
    Es gibt leider nur die Gewissheit, dass man in der großen Welt nichts dazu beitragen kann, etwas zum Positiven zu verändern. Deshalb sollte man es zumindest im Kleinen tun, in der eigenen Familie und unter Freunden.

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  3. Nun ja, verehrte liebe Frau Kritikbella, das alles löst natürlich eine gewisse Sympathie aus, so ein wenig gegen alles. Und vieles davon ist auch nicht von der Hand zu weisen. Aber tatsächlich stört mich dieses Schwarz-Weiß-Denken zusehends, wohin lenkt es uns? In eine generelle Unzufriedenheit mit allem? Wo sind die Lösungsansätze? Es sind immer ganze Gruppen schuld. Alle Lehrer machen nach einem verkorksten Bildungsplan einen schlechten Unterricht, alle Ingenieure betrügen beim Autobau oder bekommen ihre Großprojekte nicht auf die Reihe, alle Politiker sind ohnehin Abschaum und alle Geringverdiener sind eigentlich hochmotivierte Arbeitnehmer die nur ausgebeutet werden. Sowieso ist das TV schlecht und alle Jugendlichen sind auch nicht mehr das was sie mal waren. Ich denke die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte, wie immer, man muss nur die Augen öffnen. Die Jugendlichen die ich kenne sind teils höchst motiviert, erbringen Ehrenämter ohne Ende (was eine eigene Diskussion wert wäre), Lehrer bieten in ihrer Freizeit Aktivitäten an und die schwäbischen Ingenieure, na klar, allesamt pfiffige Kerlchen. Mein Kumpel ist ein Banker, ich nenne ihn ab und an Dealer. Er hat eine Familie und Ein nicht bezahltes Häuschen. Er kann herzhaft lachen und rockt im Tanzschuppen. Macht ihn die Arbeit zu einem schlechten Menschen? Dieser negative Blick sollte detailliert erkannt und formuliert werden. Ich weiß nicht ob eine Pauschalabrechnung nicht das Gegenteil bewirkt, nämlich die Abkehr hin zu noch schlechteren Zuständen, mangels echten Alternativen. In welchem Land würde es uns denn gesamtheitlich betrachtet deutlich besser gehen? Sehen wir denn unsere Möglichkeiten nicht mehr oder wollen wir sie nicht?
    Mich stört auch vieles, aber das überwiegende Umfeld ist nicht auf der dunklen Seite der Macht.
    Ich kann dem verlinkten Beitrag nichts abgewinnen, er wiegelt auf und ist oberflächlich, dazu schlechter Stil (dass das ausgerechnet von mir kommt…), eben schnell runtergeschrieben.
    Ich will den blauen Himmel im Hintergrund des Alltags sehen, nicht die tiefen Wolken.
    LG, heute von Contrapict.

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    • GutenTag verehrter Herr Gerngesehenpict, ich finde einige Denkansätze in dem Post spannend ( klar, sonst hätte ich nicht verlinkt ).
      Besonders das Beispiel der Pharmaindustrie finde ich trefflich dargestellt.
      Ein wenig schwebt über dem gesamten Artikel ein Hauch von Antigegenalles, da stimme ich Ihnen zu.
      Wichtig finde ich solche Denkansätze zu prüfen, die eigenen Erfahrungen einzubeziehen und ein Gesamtbild für sich selbst zu bilden.
      Bekannt sind mir Jugendliche die ihren Weg offen gehen und solche die sich auf Abwegen befinden. Banker kenne ich mit abbezahltem Häuschen und mit einem auf Kredit. Keiner meiner Bekannten zählt zur Elite;-)
      Blauen Himmel hab ich heute nicht gesehen, das Regengrau nach der Hitze ist angenehm – für heute.
      Danke für Ihre Gedanken, die mir auf meinem Weg weiterhelfen – woll‘ n Se ein Schokoeis?
      Beste Grüße, Lernbella

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      • Schokoeis? Mjamm mhmm leckeri. Da bin ich dabei und streiche das Contra aus meinem Lebensabschnittspseudonamen. Aber toll, oder? Ein Tolles Land, wir können Eis essen, wann und wo wie wollen.
        Freilich habe ich etwas weiter ausgeholt als der Post es direkt hergab, und gelesen hab ich ihn auch, so gesehen habe auch ich meine Erkenntniss daraus gezogen. Zumindest darf man doch mal vieles bis alles veröffentlichen, ok, die Frankfurter Hochhäuser darf man nicht vom Gehweg aus knipsen, und die bayerischen Schlösser gar nicht ohner Erlaubnis. Gut.
        Meine Bekanntschaften, wenn ich ganz weit aushole, reichen vom grob vordersten Promille bis zum allerhintersten Promille. Das vorderste hat kaum Privatleben mehr, das hinterste keine Chance, jemals wieder in unserer Gesellschaft Fuß zu fassen. Und Elite, was ist Elite? Ich weiß es nicht, und ich fühle es nicht, und ich bin es nicht. Aber ich will mich nicht beschweren, auch wenn alles wie eine Gratwanderung erscheint, kann ich Dinge tun die ich tun will und ich darf die Dinge tun, die ich tun muss oder sollte. Ein Nutznießer unserers Systems von Versicherungen und anderen Dingen bin ich ohnehin, ob mir das gefällt oder nicht.Und da schließt sich mein Kreis, der Hinweis auf die Pharmaindustrie ist berechtigt, aber außer Luft geholt kommt nichts mehr, das kann man doch beim Namen nennen, mit A wie Aspirin fängt es an. Auf der anderen Seite würde ich ohne halbwegs moderne Medizin hier nicht schreiben sondern wäre eine Art Wurzelpict. Da verschieben sich schnell mal Werte. Und das muss man sich wie Schokoeis auf der Zunge zergehen lassen, wir können es uns leisten unsere Werte zu verschieben und es ist egal. Von daher: Schöne Grüße vom Schokoeispict.

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        • Die Werte die wir haben sind große.
          Es geht uns gut, das ist richtig. Verbesserungen dürfen wir nicht erwarten, sondern sie selber schaffen. Ich verstehe nicht die Beweggründe der großen Politik, sehe aber daraus Folgendes. Das natürlich aus meiner Sichtweise, hinzulernen ist mir willkommen. Und genau darum danke ich Ihnen für Ihren Kommentar.

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    • Sehr geehrter Herr autopic, der Artikel enthält tatsächlich zwei eklatante Fehler. Zum Einen gibt es natürlich die guten Lehrer, Banker, Jugendlichen und sogar Politiker. Zum Zweiten ist er einfach zu kurz um schlichtweg ausreichend zu sein. Ich vermute, der Grund liegt darin, dass vielen Menschen einfach keine überlangen Texte lesen wollen und eine komprimierte S/ W Form bevorzugen. Es wäre nicht genug himmelblau im Artikel vorhanden? Sicher, aber möchte ich mir Wolken ansehen habe ich vielfältige Blogs bei denen ich fündig werde. Sie möchten Lösungsansätze? Gerne. Das Schulsystem sollte generell erst nach der 6. Klasse aufgeteilt werden, da Kinder in den frühen Jahren deutliche Unterschiede im Lerntempo zeigen, welches aber wenig mit Intellgenz zu tun hat. Ab der Mittelstufe muss vermehrt am praktischen späteren Leben gearbeitet werden, damit ein 18 jähriger Arbituient weiß was ein Vertrag ist, wie eine Versicherung funktioniert und wie man mit dem Staat allgemein umgeht, also hin zum selber Denken. So könnte ich den Abend lang fortfahren, nur ändern würde sich dadurch nichts, nur unsere Frustration wäre danach höher, womit sie natürlich voll ins Schwarze treffen, aber das wollen wir ja nicht, denn wir wollen blau 😉

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      • Ich weiß ja…nicht immer mit der DDR anfangen. Erst ab Klasse 8 wurde entschieden, leider nicht allein der Leistung wegen, welcher weiterer Schulweg eingeschlagen wurde. Der Grundgedanke, der in der Umsetzung fast völlig verloren ging, war richtig.
        Gute Nacht verehrter Ritter von Rosen.

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        • Warum nicht Arabella, ich fand da vieles viel sozialer als in unserer Sozialpolitik und es ist doch völlig unerheblich in welchem Land man sich gute Sachen überlegt hat. Wenn politische Korrektheit so etwas verhindert sitzen die falschen Menschen an den entscheidenden Stellen – gute Nacht gnädige Arabella 🙂

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      • Hallo Herr von Rosen, ich war wohl nicht richtig vorbereitet, Sie sind ja einer der Autoren des Blogs, dessen einen Beitrag ich kritisiert hatte. Ich habe dies bewusst bei Frau Schokobella geschrieben, da mich ein wenig ihre Beweggründe interessierten, diesen Beitrag zu verlinken und ich einer Diskussion an Ort und Stelle aus dem Weg gehen wollte, einfach weil er mir zu ‚dünn‘ war und ich mich zudem mit weiteren Inhalten des Blogs nicht beschäftigt hatte. Und jetzt sitz ich in der Tinte; dies auf Frau Gartenbellas Blog auszudiskutieren halte ich nicht für richtig. Aber ich gebe wenigstens eine Antwort.
        Der Beitrag war nun der Auslöser, meine kleine Kritik kundzutun. Immer wieder lese ich diese herunterziehenden Beiträge, dass wir nur belogen und gesteuert werden und die Medien und die Politik daran Schuld sind und es eigentlich nichts Positives mehr gibt. Manche Leserinnen und Leser steigen wie die Lemminge (dieses Wort benutze ich derzeit leider inflationär) darauf ein, ohne dass klar wird ob sie sich Gedanken dazu gemacht haben. Ja, es geht gegen das System und das ist erstmal gut. Je offener unser Informationssystem auf der einen Seite wurde, desto belogener kommen wir uns vor. Ich denke das tut uns nicht gut, sich gegenseitig zu überbieten, im Kundtun, wie schlecht die Welt um uns herum ist. Ich rutsche jetzt in die Ecke des Kurzsichtigen, könnte ich mir vorstellen, aber diese eine Darstellung ist eben nicht die ganze Wahrheit. Und in dieses Horn zu blasen, scheint vielen Lesern und Leserinnen (auch auf anderen Blogs) viel Freude zu bereiten, denn jammern, das können wir auf hohem Niveau. Scheint die Sonne ist es zu heiß, kommen Wolken, dann beschwert man sich über den fehlenden Sommer.
        Natürlich enthält der Artikel keine eklatanten Fehler denn er bezweckt ja etwas. Und ich gebe Ihnen Recht, dass gerade in Bloglandien zu lange Artikel gar nicht mehr gelesen werden (ein Gruß an den Herrn Salva, R.I.P.). Also, die Kompaktheit zählt, und da beginnt die hohe Kunst der Schrift, die ich auch nicht beherrsche. In kompakter Form das Wesentliche benennen.
        Sie haben u.a. zwei Themen angesprochen, auf die ich kurz eingehe:
        1. Das Himmelblaue
        Selbstverständlich möchte ich nicht nur das reine Blaue sehen, so kurzsichtig wie ich bin, ich möchte trotz des Alltags mit seinen Schattierungen am Ende das Positive sehen und nicht als Resumée die Erkenntnis herausgeben, dass die Welt nur schlecht ist. Ich meine aber, meine Formulierung hätte das deutlich gemacht. Meine persönliche Lebenserfahrung spielt hier sicher auch mit rein, die mich so gemacht wie ich bin und die auch eine kleine überschaubare Vielfalt bietet.
        2. Die Schule
        Ein alter Denkansatz, mit der Verschiebung auf Klasse 6 wird alles besser. Ich halte dies für falsch. Ich halte aber auch die Klasse 4 für falsch. Denn sämtliche Ideen zur Vereinheitlichung des Schulsystems vergessen, dass es dennoch Haupt- und Realschüler sowie Gymnasiasten gibt (BaWü). Die sind nicht abschaffbar. Und das zeigt sich bereits früh. Die G8-Geschichte ist dann die Vollkatastrophe, will man wirklich, dass 17 bzw. 18 jährige Schüler, nein Abiturienten, Verträge und Versicherungen kapieren? Dann sind sie voll assimiliert in der Welt, die der Beitrag verurteilt. Angekommen in der Hölle. Vielen Schülern fehlt die Lebensreife mit dem einen Jahr weniger. (Manchen ein Leben lang). Und dann direkt ins Studium zum verschulten Bachelor. Ist ein Studium noch ein Studium? Ich würde mir wünschen, auch ein Gymnasiast kann Roggen von Weizen unterscheiden, einen Hefeteige von Hand kneten, Räder selbst wechseln und in kritischen Situationen angemessen reagieren. Und ich empfehle jedem Abiturienten, mindestens ein Jahr den Kopf frei zu bekommen, was anderes zu tun und dann eine bewusste Entscheidung zu treffen. Da braucht es aus meiner Sicht neue Konzepte, die in kleinen Versuchsballons auch schon gestartet werden, als Folge von hyperaktiven motivierten Schulleitern. Also Sie halten es für richtig mit der 6. Klasse und ich für falsch. Was stimmt jetzt? Gibt es überhaupt ein richtig oder falsch?
        Darüber hinaus kann in unserem Schulsystem eigentlich jede/r den Weg zum Studium schaffen, falls gewünscht. Der Weg kann steiniger sein, und auch da gibt es genügend Optimierungsmöglichkeiten, die man diskutieren kann.
        Sie verstehen worauf ich hinaus will? Dieses Denken in Kategorien stört mich. Und wenn man seine Kategorie hat, setzt man Scheuklappen auf oder blendet bewusst aus.
        Sie brauchen auch nicht den Abend lang fortfahren, denn da haben Sie mich missverstanden.
        Zusammenfassend halte ich den Beitrag, wie manche andere auch, somit für manipulativ und er hebt sich in keiner Weise von dem ab, was er kritisiert.
        Nehmen Sie es mir nicht übel, das hat mich eben heute bewegt. Wäre vielleicht morgen ganz anders gewesen. Und wenn wir zusammen an einem Tisch bei Frau Schokobellas Schokopudding gesessen hätten, wer weiß, vielleicht hätte sich da eine interessante Diskussion ergeben, ganz sicher aber leere Schüsseln.
        Ich wünsche Ihnen ein sonniges und gut gelauntes Wochenende und denken Sie daran, wenn Sie morgens von Sonnenstrahlen wachgekitzelt werden, dann ist das doch eine gute Sache, denn Sie dürfen noch frei denken und handeln (weitestgehend).
        Spätabendliche katzenumstreifende Grüße aus dem wilden Süden.

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