Das Letzte vom Tag

Das Kleinunternehmen, für das ich arbeite, hat insgesamt 115 Mitarbeiter, verteilt auf 6 Filialen.
Wir sind die Einzige in den neuen Bundesländern.
Vor 2 Jahren hat uns ein mittelständischer Verlag aufgekauft.
Das Unternehmen ist gut situiert.
Mit der Einführung des Mindestlohnes rauschte die Chefetage an.
Unsere Arbeitszeit wurde, bei Anforderung gleichbleibender Leistung, soweit herabgesetzt, dass die Zahlen auf dem Gehaltszettel gleich blieben.
Heute ein erneuter Besuch der Geschäftsleitung.
Nach 15 Jahren bekommen wir nun neue Stühle.
Die alten Stühle waren vorher aus einem abgelegten Büro übernommen wurden.
Die Neuen werden im blau-gelben Möbelgeschäft gekauft.
Allein die Übernachtung der beiden Führungskräfte kostet die Hälfte des Neuerwerbs der Stühle.

Unterm Dach haben sich Schwalben eingenistet.
Machen wir’s den Schwalben nach…baun wir uns ein Nest…

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28 Antworten zu “Das Letzte vom Tag

  1. Ich weiß gar nicht warum ich immer der Meinung war, dass du beruflich irgendwie im medizinischen Bereich geblieben bist …

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  2. Irgendwie typisch. :-)))
    LG, Eberhard

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  3. Solche Abläufe ärgern mich ungemein, in vielerei Hinsicht und zu sehr um es hier zu schreiben, aber über meinen Gedanken liegt ein unendlicher Piepton!

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  4. Schwedenstühle wird es also geben!
    Das mit den zusammengestrichenen Stunden ist ja unschön! Schade, dass die Geschäftsleitungen mit sowas immer wieder durchkommen….
    Liebste Grüße in den Abend

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  5. Manches ist auf so lächerliche Weise unverhältnismäßig.

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  6. Da wegen ja Prioritäten gesetzt! 🙄

    PS.: Schwalben nisten nur bei netten Menschen!

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  7. Guten Morgen.

    Ich war auch der Meinung, daß Du im medizinischen Bereich arbeitest und nicht wegen Deiner Kräuterkunde.

    Verlagswesen also.

    Die Arbeitsbedingungen, die Du nur grob skizzierst, sind erschreckend.

    Und Ausbeuterunternehmer widern mich einfach nur an.

    Und es werden immer mehr davon, in allen Parasitengrößen; ekelhaft.

    Schwalben sind bezaubernd; sie jubeln, wenn sie fliegen…

    Ganz liebe Grüße,
    Frank

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  8. Das kennt man doch🙄…

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  9. Ja, ich bin auch in dieser Brange, die hurig ist wie kaum eine andere. 18 Jahre lang bekam ich Jahrespauschalverträge, zum letzten Jahreswechsel kam kein neuer mehr, dafür Unmengen an Arbeit für die Zeile 20 bzw. 28 Cent. Jahrelang hat die Politik für den Mindestlohn gestritten und dabei völlig aus dem Auge verlohren, dass sich die meisten freien Kulturarbeiter unter 5 Euro die Stunde verkaufen müssen usw…. in den neunen Bundesländern kann heute kaum noch ein junger Goethe heranwachsen und von seiner Kunst leben. Und für uns gibt es ein Alter, in dem man nicht noch einmal auf ein neues Pferd springen kann ….

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  10. It’s a mad world 😦 😦
    Ich habe mal vor längerer Zeit in der Zentrale eines mittelständischen Unternehmens gearbeitet. Dort hat der einfachste Bürostuhl etwa DM 2000,- gekostet. Mein Rücken hat es mir damals gedankt. Der Chef der Firma hat sinnvoll in die Gesundheit seiner MitarbeiterInnen investiert. Das habe ich sonst noch nirgends erlebt.

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  11. Nette Situationsbeschreibung, mit etwas ‚Alltagswahnsinn‘ verpackt in ruhigen Zeilen.

    Ein Korinthenkackerhinweis: mittelständiG ist ein botanischer bzw. genetischer Begriff für intermediär. Kann sein, dass es Absicht ist … ich denke jedoch, du meinst mittelständiSCH.

    Liebe Grüße

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