Monatsarchiv: Mai 2016

Für Schlaflose

Am Fenster

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Das Letzte vom Tag

Ein Vierteljahrhundert nach der Wiedervereinigung lese ich dieser Tage einen Text, der mir nicht aus dem Kopf geht.
„Da ist uns Wesis echt was entgangen. Ihr steht uns in nichts nach!
Im Gegenteil, Euer Einfallsreichtum ist legendär!“
Nun stehe ich auch keinem Afrikaner, Engländer, Japaner oder Bulgaren etwas vor oder nach, unterscheide mich aber von ihnen in meinen Lebensgewohnheiten und in meiner kulturellen Tradition.
Wie unterschiedlich sind die Lebensgewohnheiten in einem Land, dass für eine gewisse Zeit geteilt war, in eben dieser Zeit geworden?
Da alles…dort nichts?
Gelernt habe ich, dass der Westen von seinen Besatzern genauso kulturell vereinnahmt wurde wie der Osten.
Dort Disneymärchen und Mc.Doof, da Väterchen Frost und Soljanka.
Brot und Spiele mit der Prägung der Kultur der Besatzer.
In den Köpfen mancher scheinbar angekommen.

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Das Lied zum Tag

Hard to say I’m sorry

Bester Spargelersatz oder wilder Hopfen und der Tee daraus

In Vergessenheit geraten ist der wilde Hopfen.
Seit der Antike ist er bekannt – in der Küche und als Heilpflanze.
Das „Capitulare de Villis“ Karl des Großen schrieb seinen Anbau in den Klöstern vor.
Die jungen Triebe können wie Spargel zubereitet werden. Sie schmecken hervorragend – leicht bitter und würzig.

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Im Mittelalter bauten ihn die Mönche an, das daraus gewonnene Bier sollte den Geschlechtstrieb hemmen. Eine fast vergessene Seite des maßlosen Biergenusses tut sich auf. Also meine Herren, Vorsicht beim Genuß.

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Eine Haarsträhne mit einem Hopfentrieb zusammen vergraben, sollte dichten Haarwuchs bringen. Während Ersteres durchaus sinnvoll war (falls Mann sich entschlossen hatte im Zölibat zu leben ), hilft die zweite Variante wohl nur mit sehr großem Glauben daran.
Beruhigend wirkt der wilde Hopfen.
Die Volksheilkunde setzt ihn ein bei Reizbarkeit, Schlaflosigkeit, Nervosität.
Er beseitigt Dauererektionen und Angstzustände.
Wilder Hopfen heilt Ekzeme und Schwellungen.
Sollte meine Schaukelinhaberin sich eine Beule holen – ein Hopfenumschlag hilft dagegen.
Dafür benötigt werden die Zapfen des Hopfens, die zu Herbstbeginn noch grün gesammelt werden.
Ausgebreitet verfärben sie sich beim Trocknen braun. Zu Pulver gerieben sind sie 3 Monate haltbar.
Zur Herstellung einen Umschlags gegen Beulen und Prellungen nimmt man 1 Handvoll reifer Zapfen, überbrüht sie und lässt den Sud 15 Minuten ziehen, bevor er in einem Umschlag angewendet wird.
Wilder Hopfen hilft bei Wechseljahrsbeschwerden und Migräne. Blähungen und Krämpfe kann er lindern.
Seine wertvollen Inhaltsstoffe sind Flavonoide, ätherische Öle, Bitter- und Gerbstoffe.
In den Drüsen des Hopfens befindet sich Harz mit den Hopfenbitterstoffen Humulon und Lupulon. Nur die weiblichen Blüten tragen diese Bitterstoffe.
Im Sommer bilden sich gelbgrüne Blüten. Die männlichen Blüten sind rispenartige Trugdolden, die weiblichen Blüten reifen zu Scheinähren, im Herbst entwickeln sie sich zapfenartig.
Wilder Hopfen hat viele gute Eigenschaften. Er wirkt kräftigend, harntreibend, krampflösend, beruhigend, antibakteriell, desinfizierend, schlaffördernd, antibiotisch, verdauungsfördernd und appetitanregend.
Die weiblichen Zapfen des wilden Hopfens enthalten Östrogen. Damit hilft er Frauen in den Wechseljahren.
Das Östrogen hat sicher auch die von den Mönchen gewünschte Dämpfung des Geschlechtstriebes bewirkt.
Aus den Fasern der vielseitigen Pflanze wurden früher Seile hergestellt.
Ein kleines Kissen, mit Zapfen wildem Hopfens gefüllt, sorgt für einen ruhigen Schlaf. Dafür sorgt das in ihnen enthaltene Lupulon, das einen beruhigenden Duft verströmt.
Die Blütezeit geht von Juli bis August.
Für Tee verwendet man Blätter, Zapfen und Triebe, die am Besten von März bis Mai gesammelt werden.

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( Foto: ClipDealer )

Eine Warnung muss ich geben.
In hoher Dosis wirkt Hopfen giftig.
Beim Pflücken können allergische Reaktionen auftreten. Früher nannte man das die Hopfenpflückerkrankheit.

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In meinem Garten ist der wilde Hopfen seit zwei Jahren zu Hause.
Die winterharten Pflanzen haben sich gut eingelebt, ich hoffe in diesem Jahr ranken sie hoch hinaus.

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Das Letzte vom Tag

Manchmal geht es steil treppab…
Gut, wenn Geländer da sind.. zum Halten.
Und Licht zum Sehen.
Und eine offene Tür.

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Das Schöne vom Tag

Schöne Aussichten

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Das Letzte vom Tag

Knapp bemessen ist in dieser Woche die Zeit.
Nach der Arbeit Physiotherapie oder Schaukelinhaberinbetreuung.
Wohltuender als jede Fangopackung eine Umarmung meiner Kleinen, die rückwärts rutschen kann, dass mir schon vom Zuschauen schwindlig wird.
Neben der Handtasche schleppe ich Riesenbeutel mit mir rum, entweder voller Handtücher oder voller Wohlfühlklamotten zum Toben mit der Kleinen im Garten ihrer Eltern.
Oma to go…

Das Lied zum Tag

„Shlof shoin main jankele“

Gestöbertes

Zwischen all den vielen neu geschriebenen Büchern finde ich mich kaum zurecht.
Deshalb möchte ich an Lesenswertes erinnern.

Beginnend mit :

Theodor Fontane, Effi Briest

http://gutenberg.spiegel.de/buch/effi-briest-4446/1

Das Schöne vom Tag

Reifendes

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