Wildgemüse – Giersch und der Tee daraus

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Eine von vielen Gärtner als Unkraut verachtete Pflanze ist der Giersch.
Während ich in des Gärtnergattens Rabatten das Unkraut jäte, habe ich am Lieblingsplätzchen eine Oase für solcherlei Pflanzen.

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Im Vordergrund wird im Sommer der Goldfelberich blühen, dahinter unter dem alten Apfelbaum wächst Goldnessel, die mir eine gesunde, aromatische Teebasis ist.

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Gleich dahinter wächst vorn meine geliebte Iris und dahinter hat sich der Giersch sein Reich erschaffen.
Trotzig blicken Pfingstrosen,Tulpen und Phlox, sie erheben ihre Köpfe über den grünen Gierschteppich.

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Giersch kann fast über das gesamte Jahr geerntet werden. Zupfe ich die jungen Blättchen regelmäßig ab, treibt das muntere Pflänzchen weiter junge Blätter aus.
Sie sind hervorragender Salat, Suppeneinlage, Gemüse, Gewürz und auch Tee.
Für Tee sollten die Blätter zwischen April und Juni geerntet werden.
Giersch zeichnet sich durch seinen hohen Vitamin C Gehalt aus, der viermal höher als bei einer Zitrone ist.
Reich an Eisen, Kalium, Magnesium, Calcium, Zink, Bor, Kupfer, Mangan, Titan und Kieselsäure ist die grüne Pflanze.
Durch ihren hohen Mineraliengehalt wirkt sie stark basisch.
Sie fördert den Stoffwechsel und dient der Gesunderhaltung der Harnorgane.
Giersch ist in der Lage, Giftstoffe und Säuren auszuschwemmen.
Er ist damit eine ideales Mittel zur Entschlackung bei einer Frühjahrskur, da er den Körper entsäuert und entwässert.

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Die Volksmedizin empfiehlt Giersch zur Linderung von Beschwerden bei Rheuma und Gicht.
Darauf weist der lateinische Name der Pflanze hin.
Aegopodium podagraia bedeutet übersetzt – der Gicht heilende.
Die Blätter als Breiumschlag auf die geschwollenen Hände gelegt, bringen Linderung.
Ein Tee aus frischen oder getrockneten Gierschblättern hilft dabei, er hat eine leichte schmerzlindernde, krampflösende und entgiftende Wirkung.
Der hohe Vitamin C Gehalt der Pflanze ist hilfreiche Unterstützung zur Heilung bei Erkältungen.
Schon seit der Steinzeit wird das Wildgemüse geschätzt, in Suppen galt es in manchen Königshäusern als Delikatesse.
Giersch ist eine würzige Alternative zu Spinat 
Dafür sammle ich 3-4 Hände voll Giersch, das sind etwa 200g.
Ich spüle das Gemüse ab und entferne die groben Stiele.
Anschließend blanchiere ich den Giersch.

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Meine Schaukelinhaberin ist ein großer Spinatliebhaber.
Ich habe ihr eine Portion kochfertig aufgehoben.

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Zubereitet mit in Butter glasig angebratenen Zwiebeln und Knoblauch, muss der Giersch dann nur noch gar ziehen, wird mit Salz, Pfeffer und Zitrone abgeschmeckt und ist dann ein köstlich-aromatisches, gesundes Gericht.
Gern mit Pellkartoffeln und Rührei.

17 Antworten zu “Wildgemüse – Giersch und der Tee daraus

  1. Herzlichen Dank für den schön geschriebenen Artikel und die Tipps. Leider komme ich nicht sehr oft zum kommentieren, verfolge aber regelmäßig Ihre Beiträge.
    Ich wünsche ein angenehmes Wochenende in Ihrer grünen Oase!
    Herzliche Grüße
    Mallybeau Mauswohn

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  2. Sehr vielseitig ist es, dieses „Unkraut“. Und falls es dir je ausgeht: Komm vorbei, bring Himbeereis mit, hier könntest du Nachschub finden. 😉

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  3. du bist eine echte „Kräuterhexe“ die mir die unbekannten Kräuter wieder nahebringt, dankeschön

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  4. Jaaa, der Giersch.
    Zerzauste Grüße aus dem Garten 😀

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  5. Und schon wieder etwas gelernt – vielen Dank liebe Arabella 🙂

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  6. Finde ich schön, dass deine Wildkräuter ein stilles Plätzchen für sich haben 💕. Dir ein schönes Wochenende. LG von gartenkuss 🙋🌱🍃🌿🌱🍀

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  7. Giersch….?😳
    Uh…mein Erzfeind unter den Wildkräutern…
    Ich kann schon diesen Geruch nicht leiden und die Art und Weise wie er in unterirdischen Austrieben die Gartenbeete unterminieren kann…wenn man ihn nicht rechtzeitig am Kragen erwischt.
    Den soll ich zu Tee verwursten?
    Na ja, dann hätte dieses vermuckte Kraut noch einen Nutzen.
    Du hast ihm eine Lanze gebrochen, dem Giersch. Deswegen darf ich ruhig ein bisschen über ihn abzetern, ja…?😉

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  8. Ein geniales Wildgemüse!!!! Wir mögen ihn gerne.

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  9. Schöner Artikel… Wird ausprobiert.. Danke dir

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