Monatsarchiv: Oktober 2015

Hach oder ein Abend voller Köstlichkeiten

Hach.
Die Füße unter den Tisch strecken und sich verwöhnen lassen mit hausgemachten Köstlichkeiten.
Einmal nicht selber kochen, auch nicht essen gehen, sondern es sich bei Freunden gut gehen lassen.
Ein Abend voll guter Gespräche und köstlichem Selbsgekochtem.
Gut tut das. Dem Magen und der Seele.

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Mit Schafskäse und Champignons gefüllte Zuccini, die in einer würzigen Tomaten- Paprikasoße gegart sind, eröffnen den kulinarischen Ausflug nach Italien.

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Die Soße auf‘ s Weißbrot gestrichen..hach.
Wir lassen uns Zeit beim Essen. Einmal im Jahr sind wird zu Gast bei der Supergärtnerin, die auch eine Superköchin ist. Da gibt es viel zu erzählen. Von den Kindern, vom Garten…die Zeit zwischen den vielen, liebevoll zubereiteten Gängen verfliegt.
Und so ist dann auch wieder Platz für die nächste Leckerei.

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Geräucherter Büffelmozarella frisch aus Neapel mitgebracht, feinste italienische Salami, Tomaten, Ruccula.
Voller Geschmack sind all die guten Sachen.

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Einen Abend nur zu schlemmen tut gut.
Dazu passt ein eiskalter Hugo mit frischer Pfefferminze ganz vorzüglich.

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Ich mag es, wenn der frische Geschmack des Krautes in das prickelnde Getränk übergeht. Leicht ist es, ohne die Sinne zu verwirren.
Zu Schade wäre es, den Geschmack und Geruch des Hauptgerichtes nicht mit allen von ihnen aufnehmen zu können.

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Fein aromatisch duften die in Schinken gewickelten Hähnchenrouladen, in denen würziger Schafskäse sich auf angenehmste Art mit dem Geschmack von Salbei verbindet.

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Pasta mit Tomaten oder mit Pilzen und Schinken runden das wohlschmeckende Gericht ab.

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Wir schmausen schon fast zwei Stunden. Einmal in Ruhe genießen und den Alltag sein lassen. Hach.
Käse und Trauben überbrücken die Zeit bis zum Dessert.

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Gleich was es an würzigen Speisen gab, für mich ist das Dessert die Krönung eines Essens. Ich bekomme gleich zwei davon.

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Panna Cotta mit roter Grütze und Mousse au Chocolat mit Granatapfelkernen.
Hach, hach, hach…

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Es gibt nicht viel, was ich nicht für einen Nachtisch tun würde.

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Voller Wohlbehagen genieße ich mein Dessert und den Abschluß des guten Mahls, den ein Espresso bildet.

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Köstlichkeiten, behagliche Gespräche…gut, dass es Freunde gibt.
Hach.

Das Letzte vom Tag

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Im Garten kehrt Stille ein.
Die geschenkte Stunde, obwohl es eigentlich eine gestohlene ist, bringt Zeit letzte, kleine Arbeiten in ihm zu beenden, in den folgenden Wochen wird sie zum backen und kochen gebraucht.
Duften wird es im Haus und die Schaukelinhaberin erzählt schon jetzt vom Nikolaus.
Die Unruhe, die in den letzten Wochen in mir wühlte, weicht der Vorfreude.
Auf deftige Essen mit der Familie, auf das Stollen backen, auf die Urlaubswoche an der Ostsee.
„… es ist für uns eine Zeit angekommen, die bringt uns eine gute Zeit…“, könnte ich heute den ganzen Tag singen…und lasse es doch.
Zu früh.
Nicht für den Winterschlaf meiner Kletterrose, die im Winterkleid von der Sonne träumt und all den kommenden Glanz verpassen wird…

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Das Lied zum Tag


At the End of the Day

Sonntagsmärchen

Märchen – zauberhafte Geschichten und Erzählungen mit tieferem Sinn.
Mir nach wie vor Lieblingslektüre und Mußestunde in einem.

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Kräutermärchen – von Folke Tegetthoff

Die Schafgarbe

Gott lag bäuchlings auf einer Wolke und starrte auf die Erde.
Diese Menschen! Diese Menschen! Schimpfte er. Ich hatte mir alles so schön und friedlich ausgedacht. Und was ist jetzt – Beschwerden, nichts als Beschwerden. Anstatt zu schöpfen, wie es sich für Gott gehören würde, muss ich mich mit dem Kleinkram herumschlagen. Es ist ein Kreuz mit den Menschen!
Gott setzte sich auf und rief nach Herbario, dem Kräuterengel. Herbario, sagte er, ich hab schon wieder eine Antrageliste für neue Kräuter bekommen. Wir müssen uns wohl was einfallen lassen.
Hebario nickte – er war die Hektik ja gewöhnt, er war einer der meistbeschäftigten Engel im Himmel.
Nun höre die mal das an! Wetterte Gott und schlug auf die Wolke, dass ihr ein Donner entfuhr.
Bitte ein Wundermittel gegen Bauchweh und Blähungen! Wundermittel wollen sie alle haben – fressen wie die Verückten und dann verlangen sie von uns ein Zauberkraut!
Also, Herbario, mix ihnen halt in meinen Namen ein edles Kraut – elende Menschen elende!
Und Herbario notierte.
Bitte, bitte etwas zur Wundheilung. Schlagen sich gegenseitig die Schädel ein, erfinden Kriege und raufen und streiten. Und dann in die Kirche und beten und bitten! Hast du’s notiert Herbario? Ja Gott, ich habe es notiert.
Husten! Da zaubern wir tausend Kräuter aus dem Himmel gegen Husten, aber sie haben immer noch nicht genug. Aber rauchen!
Dieses Rauchen ist die Pest! Herbario, können wir nicht ein Kräutl gegen das Rauchen erfinden?
Das würde nichts nützen, Gott. Sie würden dann das Kraut rauchen.
Du hast leider recht, Herbario, diese verd…. Menschen!
Aber es hilft nichts, sich zu ärgern, machen wir weiter: etwas gegen Müdigkeit. Dafür wollen sie jetzt auch schon ein Kraut. Sollen mehr arbeiten – Herbario, machen wir ein Kraut. Sollen früher ins Bett und früher aufstehen. Sollen mehr arbeiten und weniger saufen. Ach, es hilft ja nichts – Herbario, machen wir ein Kraut, damit sie uns nicht das Frühjahr verschlafen.
Da schreibt einer: etwas für die Suppe! Ja, spinnen die? Für die Suppe! Ich rege mich zu sehr auf – Herbario, etwas für die Suppe.
Jawohl, Gott, Kraut gegen Müdigkeit, Kraut für Suppe. Wird erledigt. Noch was?
Ja. Das steht nicht auf der Liste. Das braust du für mich zusammen. Schau sie dir an die Menschen, Herbario, schau sie dir an. Diese verkniffenen Gesichter, richtig hässlich sind sie geworden. Kein Wunder, ärgern sich hetzen sich ab, lügen , sündigen, das rächt sich eben irgendwann.
Mach ihnen ein Kraut fürs Gesicht – es reicht, wenn mir vor ihren Seelen graust. Und beeil dich bitte, ich habe keine Lust mehr, diese unlustigen Figuren um mich zu haben.
Herbario eilte in sein Wolkenlabor und begann mit dem Auswählen, dem Suchen und Mischen der Grundstoffe. Nach tagelanger Arbeit hatte er es geschafft: Vor ihm lagen Samen für fünf neue, edle Kräuter. Und ein jedes erfüllte genau die Aufgabe, die ihm Gott zugedacht hatte.
So, nun noch ein Strahlex an die Pflanzenelfen, damit sie ihre neuen Schützlinge in Empfang nehmen können:
erbitte Treffen bei Vollmond unter der Eiche hinter Frau Hunkas Haus in Schwarzau zwecks Übergabe von fünf neuen Kräutern.
Herbario – Kräuterengel
Da Gott sehr viel an den neuen Pflanzen lag, hatte er Herbario gebeten, sie persönlich auf die Erde zu bringen. Sie sind zu edel, wir sollten kein Risiko mit ihnen eingehen, sagte er, klopfte seinem Kräuterengel auf die Flügel und wünschte ihm eine erfolgreiche Reise. Herbario kam etwas zu früh zum vereinbarten Treffpunkt unter der Eiche hinter Frau Hunkas Haus in Schwarzau. Es war eine sternenklare Vollmondnacht, der Engel tratschte ein bisschen mit dem Mond und sie tratschten und tratschten und plötzlich erinnerte sich Herbario, dass er ja aus einem anderen Grund hier war. Er schaute auf die Sternenuhr und erschrak: was? Zehn Minuten nach eins und wir waren um Mitternacht verabredet. Wo sind denn diese Elfen! Er flatterte aufgeregt um die Eiche, aber keine Spur einer Elfe. Da sah er auf dem untersten Ast des Baumes eine kleine Fee sitzen. Wer bist du? Dich kenne ich ja gar nicht. Ich.ich..bin, stotterte das winzige Ding, ich…
Nun beruhige dich erst mal, sagte Herbario gütig und setzte sich die Fee in die Hand. Die grossen Elfen haben mich hergeschickt. Aha, du sollst wohl ausrichten, dass sie sich ein wenig verspäten werden, nicht?
Nun , sie sagten…ich meine …sie…Ich soll sagen , sie kommen nicht.
Wie bitte!? Was heisst, sie kommen nicht?! Herbario war leicht erregbar und ein bisschen jähzornig.
Sie sagten, sie kommen nicht, weil sie schon genug Arbeit haben und weil es ihrer Meinung nach schon genug Kräuter gibt und sie sagten, sie hätten es satt, für die Menschen Kräuter zu pflegen und die Menschen würden diese Geschenke gar nicht annehmen.
Herbario bekam einen knallroten Kopf und schrie los: Das ist Befehlsverweigerung! Das ist eine ungeheuerliche Schweinerei! Wenn das Gott erfährt, dann gibt es nicht nur Blitz und Donner, sondern eine Umweltkatastrophe. Sie weigern sich also. Höre Fee: ich übergebe die jetzt dieses Kistchen mit den Samen für fünf neue Kräuter. Das bringst du unverzüglich deinen Kolleginnen. Und die werden sich sofort – hörst du? – sofort darum kümmern, klar!
Aber ich darf doch nicht… – Ich, Herbario,oberster Kräuterengel, befehle es dir.
Du fliegst los und bringst ihnen die Samen. Ich werde inzwischen versuchen, die Sache vor Gott zu vertuschen.
Herbario legte das Kistchen in die Hände der kleinen Fee und startete wie eine Rakete in Richtung Himmel. Das kleine Wesen stand ganz zittrig mit der Kiste in den Armen da und wusste nicht, wie ihm geschah. Vorsichtig hob es ab und steuerte auf den Wald zu, wo die Elfen alle bei irgendeinem Fest eingeladen waren. Hätte Herbario auch das noch erfahren, wäre es überhaupt aus gewesen.
Die Fee flog über das Schulhaus, kreuzte dann den Bach und flog bis zur Mühle. Dort bog sie scharf nach rechts und flog in etwa fünf Meter Höhe über die grosse Scherrwiese. Plötzlich kam von links ein total betrunkener Specht angerast und rammte die Fee, dass sie sich mehrmals überschlug und samt dem wertvollen Kistchen zu Boden fiel. Der Flugrowdy hielt nicht eimal an, um Erste Hilfe zu leisten, sondern flog im Zickzack und mit wildem Gesinge davon.
Zum Glück war die Fee im hohen Gras gelandet und unverletzt geblieben. Sie rappelte sich hoch, suchte das Kistchen, fand es und erstarrte vor Schreck: der Deckel war aufgesprungen und die Kiste war… leer! Himmel die Samen! Das ist das Ende! Dachte die Fee und wühlte sich durch das Gras, um die Samen zu finden. Aber natürlich vergebens: himmlische Erstsamen springen sofort auf, sobald sie die Erde berühren. Nur noch ein Wunder kann mich retten, seufzte die Fee und legte sich an der Unfallstelle ins Gras, um sich gleich beim ersten Tageslicht auf die Suche machen zu können.
Als Herbario im Himmel erschien, lag zu seinem Schreck, Gott bäuchlings auf einer Wolke und schaute zur Erde hinunter. Hallo, Herbario, alles in Ordnung? Ja, Gott. Ich soll Grüsse vom Mond bestellen. Herrliche Nacht, heute nacht, nicht? Ja Herbario, herrlich zum Träumen. einen Schweissausbruch, beugte sich ebenfalls über die Wolke und sah unten auf die Erde die Fee und neben ihr das Kistchen und…- Mein Gott, die Samen, wo sind die Samen? – Beruhige dich, Herbario, während du rot vor Wut Die kleine Fee gefällt mir. – Wie? Welche kleine Fee?
Schau wie sie süss im Gras liegt und sich Gewissensbisse macht. Herbario bekam und Aufregung warst, habe ich die Sache in die Hand genommen. Es ist schon alles so, wie es sein soll. Komm morgen früh vorbei, dann zeige ich es dir!
Am nächsten Morgen schauten Gott und Herbario auf die Wiese.
Diese Blume ist dir wirklich hübsch gelungen, lobte Gott seinen Kräuterengel.
Diese Blume? Es waren doch fünf. Fünf edle Kräuter, wo sind sie?
Reg dich nicht gleich so auf – es ist schon alles so , wie es sein muss.
Als die Fee stürzte, flogen die Samen aus der Kiste und so unglücklich, dass sie alle zusammen an einem Punkt aufschlugen – jetzt haben wir ein Kraut, aber das hat es in sich! Gut, was?
Gehe ich recht in der Annahme, sagte Herbario streng, dass dieses nicht nicht“ ganz von allein zustande kam…Gott lächelte und wandte sich wieder seiner Erde zu. Herbario, sagte er, nimm dir einen freien Tag, den hast du verdient. Mit diesem Kraut dort unten, dem Gotteskraut, werden wir uns viel Arbeit ersparen!
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Heißes gegen Kaltes oder Lindenblüten und der Tee daraus

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Kalt ist es geworden.
An manchen Tagen kriecht die feuchte Nässe förmlich unter die Haut und lässt einen innerlich frösteln. Nichts macht richtig warm…
Es gibt einige Teearten die Hilfe bringen können:
 
Lindenblüten

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Die Lindenblüten, die für Tee’s verwendet werden, stammen sowohl von der Sommer- als auch von der Winterlinde und haben einen sehr anregenden Duft. Der Tee wird besonders bei Erkrankungen mit Fieber verwendet, da er schweißtreibend ist. Lindenblüten aktivieren die Abwehrkräfte und erwärmen den Körper nachhaltig von innen.

Ingwer

Neben seiner antibakteriellen und aphrodisierenden Wirkung wird Ingwer vor allem wegen seiner durchblutungsfördernden Wirkung geschätzt. Ingwertee gilt in der chinesischen Küche als wärmend, da er den Stoffwechsel anheizt und auch bei der Entschlackung unterstützend wirkt.

Eisenkraut (Verbena)

Tee aus Eisenkraut (bzw. Verbena, das südamerikanische Pendant) schmeckt sehr aromatisch (erinnert Zitrone) und hat eine antibakterielle, schmerzstillende Wirkung. Es unterstützt die Atemwege und wird wegen seiner schweißtreibenden Wirkung oft gegen grippale Infekte eingesetzt.

Rosmarin

Rosmarin ist ein beliebtes Gewürz in der Küche, doch auch als Tee hat das Heilkraut neben tollem Geschmack einiges zu bieten: Rosmarin regt die Blutzirkulation und das Nervensystem an und wirkt dadurch sehr belebend. Die im Rosmarin enthaltenen ätherischen Öle verursachen den besonderen Geschmack und auch die wärmende Wirkung des Tee’s.

Johanniskraut

Johanniskraut wird oftmals als „Sonnenschein für die Seele“ bezeichnet, denn der Tee wirkt besonders auf das Nervensystem stimulierend und damit stimmungsaufhellend. An grauen Tagen bringt Johanniskraut daher gute Stimmung und wirkt wärmend auf unsere Seele!

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Zurück zu den Lindenblüten, sie können noch viel mehr.
Besonders ist der Duft den ihre ätherischen Öle schenken.
Diese sind empfindlich. Lindenblüten sollten darum kurz nach ihrem Aufblühen an einem sonnigen Vormittag gepflückt werden.
Sie müssen schnell und luftig getrocknet werden. Danach luftdicht in dunklen Gefäße verschließen. Lindenblüten sollten innerhalb eines Jahres verbraucht werden.
Geerntet werden die Blütenstände mit dem pergamentartigem Hochblatt.
Für eine große Kanne Tee nimmt man einen Liter Wasser und eine handvoll Lindenblüten, lässt sie 5 Minuten ziehen und trinkt den Tee so heiß wie möglich.

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Lindenblüten enthalten ätherische Öle, Pflanzensäuren, Flavonoide und Saponine.
Sie sind stark aromatisch und schmecken schwach süß.

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Lindenblütentee hilft gegen Erkältungen und unterstützt das Immunsystem.
Er hat eine schweiß- und wassertreibende Wirkung. Letztere hilft Blasen- und Nierenleiden zu lindern.
Zusätzlich wirkt er krampflösend und ist so ein gutes Hausmittel bei leichten Magenschmerzen, bei Unterleibsbeschwerden und Kopfweh.
Der Tee löst den Schleim in den Bronchien und hilft so beim Abhusten.
Aber auch umgekehrt – bei Hitzewallungen und schwitzen – bringen Lindenblüten Erleichterung.
Dazu setzt man den Tee kalt an.
Einen Liter kaltes Wasser mit einer handvoll frischer Lindenblüten versetzen und 6 bis 8 Stunden ziehen lassen. Der Absud färbt sich rot.
Er stillt an heißen Tagen hervorragend den Durst und wirkt erfrischend bei Hitzewallungen in den Wechseljahren.
Auch zum Baden ist ein Absud wohltuend. Er kann Rheuma lindern und und schenkt nervösen Erwachsenen und zappligen Kindern Entspannung und Ruhe.

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Dafür zwei handvoll Lindenblüten mit einem Liter Wasser überbrühen, 10 Minuten ziehen lassen, filtern und dem Badewasser zusetzten.
Nicht zuletzt kommen die duftenden Blüten der Linde der Schönheit zu Gute.
Hildegard von Bingen empfahl zum Schlafen frische Lindenblätter auf die Augen zu legen, damit diese klar und rein bleiben mögen.
Ein Bestandteil des ätherischen Öl’s der Blüten ist Farnesol.
Farnesol verhindert, dass Körperschweiß in unangenehmen Geruch umgewandelt wird. Deswegen ist es Bestandteil vieler Deodorants.
Die kühlende Wirkung der Linde hilft auch gegen Sonnenbrand. Ein Umschlag mit Tee auf die betroffenen Hautstellen gelegt, bringt wohltuende Linderung.
Die Straße in der ich wohne, war zu meiner Kinderzeit rechts und links mit Lindenbäumen bepflanzt. Schon vor Jahren wurde diese herrliche Allee gefällt.
Aus Altersgründen…
Neue Linden wurden gepflanzt, die nun auch im frühen Sommer ihren betörenden Duft verströmen. Zum Sammeln eignen diese Blüten sich – des starken Verkehrs wegen – nicht.
Mein Schatz stammt aus dem Garten meiner Schwester.

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Eine Linde gehörte früher auf jeden Bauernhof und in jede Dorfmitte.
Sie war Mittelpunkt des Rechts- und Gemeinschaftslebens.
Unter der Linde wurde Gericht gehalten und getanzt.

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Niemanden, nicht den Angeklagten und nicht den Tanzenden wurde kalt dabei.
Wenn auch aus unterschiedlichen Gründen.

Das Schöne vom Tag

Morgenstund hat Gold im Mund

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Das Lied zum Tag


TAUSEND JAHRE SIND EIN TAG

Weißt du wieviel Sterne stehen
Und wohin die Flüsse gehen?
Sag‘, warum der Regen fällt,
Wo ist das Ende dieser Welt?

Was war hier vor tausend Jahren?
Warum können Räder fahren?
Sind Wolken schneller als der Wind?
So viele Fragen hat ein Kind…

Ach Kind, komm‘ laß die Fragerei’n,
Für sowas bist du noch zu klein,
Du bist noch lange nicht soweit.
Das hat noch Zeit…

Refrain
Was ist Zeit? – Was ist Zeit? – Was ist Zeit?
Ein Augenblick
Ein Stundenschlag
Tausend Jahre sind ein Tag!

Wie wird der Mensch zum Nimmersatt,
Wer alles hat, kriegt noch Rabatt,
Und woher kam die Gier nach Geld?
Wie kommt der Hunger auf die Welt?

Warum kommt jemand in Verdacht,
Nur weil er sich Gedanken macht?
Ist man noch frei, wenn man nichts wagt,
Ja, was ein junger Mensch so fragt…

He, junges Volk, was soll denn das?
Und leistet ihr doch erst mal was!
Ihr werdet auch noch mal gescheit.
Das bringt die Zeit…

Refrain
Na, na, na – Na, na, na – (usw.)

Ist diese Welt denn noch erlaubt?
Die Erde ist bald ausgeraubt,
Das Wasser tot, das Land entlaubt,
Der Himmel luftdicht zugeschraubt…

Die schöne Lüge vom Goodwill,
Das hübsche Spiel vom Overkill,
Und wann macht ihr die Waffen scharf?
Wenn ich das auch mal fragen darf…

Das wird verdammt noch mal so sein,
Und wer soll uns das je verzeih’n?
Ich bitt‘ euch, fragt, solang‘ ihr seid,
Ihr seid die Zeit…

Refrain
Na, na, na – Na, na, na –

Süßes oder Rosinen

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Wer mag nicht gern Süßes?
Gesund naschen kann man mit Rosinen.
Der Heißhunger auf Süßes wird mit ihnen langfristig gestillt, da der Zucker langsam und kontinuierlich ins Blut gelangt.
Zudem sind Rosinen Lieferant wertvoller Stoffe, die der Körper braucht.
Natrium, Kalium und Ballaststoffe finden sich in ihnen genauso wie Proteine, Zucker, Calcium, Magnesium, Vitamin B6 und das wertvolle Eisen.
Nur das für die Eisenaufnahme wichtige Vitamin C geht beim Trocknen verloren.
Um das in den Rosinen großzügig vorhandene Eisen aufzunehmen, sollte beim Verzehr ein Glas frischer Orangensaft getrunken werden.
In diesem Jahr habe ich so reichlich Weintrauben geerntet, dass ich mir meine eigenen Rosinen machen kann.
Dazu sollten die Trauben völlig trocken sein.
Am besten wäscht man sie und legt sie für mehrere Tage in die Sonne.

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Mein gestiefelter Nachbarkater wacht dabei darüber, dass die Vögel sie nicht auffuttern.
Die Sonne ist in unseren Breiten um diese Jahreszeit nicht mehr stark genug.
Deswegen pflücke ich die schon gut angetrockneten und herrlich süßen Trauben von ihren Stielen.

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Auf ein mit Backfolie belegtes Blech geben und je nach noch vorhandener Feuchtigkeit bei Umluft trocknen.
Meine Rosinen sind reichlich 3 Stunden bei ca.85 Grad Umluft im Ofen.

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Der Duft den sie verbreiten, macht die Vorfreude auf’s Naschen groß.
Herbwürzig süß vermengt er sich mit dem Aroma der trocknenden Pilze und macht unser Zuhause herbstgemütlich.

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Wunderbar süße, wohlschmeckende Rosinen aus dem eigenen Garten.
Meine Schaukelinhaberin und ich lassen uns den Herbst schmecken.

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Streng geheim

Löchrig wird die Haut,
zerfressen vom Lauf der Zeit,
der ständig unter diese kriecht,
durch sie fließt,
und rinnt und rinnt…

Mir bleibt ein Sieb, um aufzufangen.
Nie bin ich mir sicher was wertvoller ist…
Das Aufgefangene oder das Durchgelaufene.

Das (L)etzte Lied zum Tag

Schienenersatzverkehr.
Das bedeutet, 4 Haltestellen im Zug, dann zum Bus laufen. Erstaunlich wie im Dunkel das Menschenhäuflein im Gänsemarsch dahin trabt, begleitet von einem Schaffner mit Taschenlampe.
Orr.
Der Bus fährt eine deutlich längere Strecke. Mit der zum Umsteigen benötigten Zeit kostet das täglich eine Viertelstunde. Macht die Woche 1 1/ 4 Stunden, die rauszuarbeiten sind.
Orrr.
Der Geschäftsinhaber will heute den neuen Geschäftsführer vorstellen. Angekündigt ist der hohe und seltene Besuch für Mittag. Als am Nachmittag, ohne Absage, immer noch keiner da ist, streiche ich die Segel. 2 Stunden umsonst länger auf Arbeit geblieben.
Orrrr.
Na, dann brauche ich wenigstens nächste Woche nur noch eine halbe Stunde irgendwo abzweigen, um die Zugvertrödelzeit irgendwie gut machen zu können.
Daheim klingelt andauernd das Telefon.
Orrrrr.
Der Herr Sohn war eine Woche auf Dienstreise und schafft seine Wäscheberge bei diesem Wetter nicht.
Er hat keinen Wäschetrockner, ich habe einen. Das bedeutet…
Orrrrrrrrrrr.
Tage gibt’s…