Monatsarchiv: April 2015

Wie man von der Walpurgisnacht auf italienische Restaurants kommen kann oder sogar auf Vergissmeinnicht und den Tee daraus

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Walpurgisnacht

Am Kreuzweg weint die verlassene Maid,
Sie weint um verlassene Liebe.
Die klagt den fliegenden Wolken ihr Leid,
Ruft Himmel und Hölle zu Hülfe. –
Da stürmt es heran durch die finstere Nacht,
Die Eiche zittert, die Fichte kracht,
Es flattern so krächzend die Raben.

Am Kreuzweg feiert der Böse sein Fest,
Mit Sang und Klang und Reigen:
Die Eule rafft sich vom heimlichen Nest
Und lädt viel luftige Gäste.
Die stürzen sich jach durch die Lüfte heran,
Geschmückt mit Distel und Drachenzahn,
Und grüßen den harrenden Meister.

Und über die Heide weit und breit
Erschallt es im wilden Getümmel.
»Wer bist du, du schöne, du lustige Maid?
Juchheisa, Walpurgis ist kommen!
Was zauderst du, Hexchen, komm, springe mit ein,
Sollst heute des Meisters Liebste sein,
Du schöne, du lustige Dirne!«

Der Nachtwind peitscht die tolle Schar
Im Kreis um die weinende Dirne,
Da packt sie der Meister am goldenen Haar
Und schwingt sie im sausenden Reigen,
Und wie im Zwielicht der Auerhahn schreit,
Da hat der Teufel die Dirne gefreit
Und hat sie nimmer gelassen.

Theodor Storm

Da haben wir es.
Das hat die christliche Kirche aus der auf matriachalische Gesellschaftsformen zurück greifenden Walpurgisnacht gemacht.
Einen Hexensabbat.
Der Tag ist der heiligen Walpurga gewidmet, die just am 1. Mai heilig gesprochen wurde.
Goethe brachte mit seinem Faust die Geschichte ins rollen und bald kannte ein jeder die Walpurgisnacht auf der die Hexen auf dem Blocksberg tanzen, oder eben eigentlich nicht, denn viel ältere Rituale wurden gefeiert. Hexen hat es nie gegeben.
In der Walpurgisnacht ging es tatsächlich um Liebe und Erotik, um Fruchtbarkeit und Wachstum.
Einige ihrer Riten finden sich in bäuerlichen Maibräuchen wieder, die hauptsächlich von der Jugend betrieben werden.
Das jedoch war wohl in allen Zeiten so.
Bekannt ist das Maibaum stellen.
Meist ist der Maibaum eine Birke, er ist ein Fruchtbarkeitssymbol zum einen. Zum anderen stellt er den noch viel älteren Weltenbaum dar.
Stellt man ihn der Liebsten vor ’s Haus, erhofft man sich mehr. Um dies zu bekommen wird ausgelassen um den Maibaum getanzt, der in der Dorfmitte aufgestellt wird. Dort, wo auch die Maifeuer brennen.
All das sind alte Rituale,  die der Fruchtbarkeit des beginnenden Frühjahrs huldigen.
Selbst König Artus schöne Gemahlin Guinevere ritt mit ihrem Gefolge zum maien in den ergrünten Wald. Sehr wünsche ich ihr,  Herr Ritter Lanzelot möge ihr nah gewesen sein.
Vielleicht fanden die beiden in den Maiwäldern Vergissmeinnicht.
Denn dies ist ihre Zeit.

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Wenn in der Walpurgisnacht Vergissmeinnicht gepflanzt werden – und zwar auf einen mit Erde belegten Stein – wird man erfahren, ob die Liebe dauern wird. Wachsen die Pflanzen zueinander, bleibt der Geliebte treu und sogar eine Hochzeit steht in’s Haus. Wenn nicht. ..
Die Blüten des Vergissmeinnicht wachsen immer zu mehreren in kleinen Büscheln. In der Blumensprache steht das für Liebe und Treue.

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Erst seit dem 15. Jahrhundert trägt das blaue Blümelein den Namen Vergissmeinnicht.
Vorher nannte man es „Blauer Augentrost“ oder „Blaues Mäuseöhrlein“. Seiner an Mäuseohren erinnernden Blütenblätter wegen, denen es auch seinen aus dem griechischen kommendem botanischen Namen „Myosotis“ verdankt.
Myós- die Maus und Otis- das Ohr.

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Nachdem sich der Name Vergissmeinnicht durchgesetzt hat, besitzt es sogleich noch eine sprachliche Besonderheit. In vielen anderen Sprachen heißt die Schöne genauso.
In Vergessenheit geraten dagegen ist ihre Heilkraft.
Aus dem blühenden Kraut gewinnt man – frisch oder getrocknet – Tee, der getrunken eine Stärkung nach schweren Krankheiten verspricht.
Er hilft gegen Durchfall und bei Erkrankungen des Verdauungstraktes.
Umschläge davon lindern Hautentzündungen und Quetschungen.
Dafür verantwortlich sind seine Inhaltsstoffe,  u.a. Gerbsäure, Kalium und Alkaloide, die adstingierend, beruhigend und entzündungshemmend wirken.
Gesammelt werden kann er nicht nur in der Walpurgisnacht, sondern so lange das Kraut blüht, es werden auch noch Kräfte für den 1.Mai gebraucht.
1.Mai – Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse.
Am 1. Mai 1890 gingen 100.00 Arbeiterinen und Arbeiter in Berlin und Dresden zu den so genannten „Maispaziergängen“ auf die Straße, um zu demonstrieren und zu streiken.
Infolge dessen beschloss die SPD im Oktober selbigen Jahres auf ihrem Hallenser Parteitag den 1. Mai dauerhaft als Feiertag der Arbeiterklasse einzuführen.
In der DDR groß geworden, waren mir die Mai-Umzüge ein Graus.
Die Teilnahme für Schüler war Pflicht.
Die Erwachsenen wurden zeitweise und regional unterschiedlich gelockt.
Eine Weile zahlte der Betrieb,  in dem mein Stiefvater arbeitete, jedem „Freiwilligen“ 5 Mark, später gab es nur noch eine Bockwurst gratis. Mein Stiefvater aß sehr gern Bockwurst und so zogen wir durch die Stadt und liefen hinter Plakaten mit den erstaunlichsten Parolen.
Richtig ärgerlich wurden diese verordneten Volksumzüge für mich, als der Gärtnergatte in Berlin studierte. Selbstverständlich musste er in Berlin an den Demonstrationen teilnehmen und ich blieb mit unserer kleinen Tochter allein zu Hause.
Und dennoch.
Der 1. Mai ruft in mir immer Erinnerungen an meine Heimatstadt wach. Oft verbringen wir diesen Tag noch immer in ihr, der Gärtnergatte beim Mailauf und ich in ihren ergrünenden Parkanlagen.
Dieses Jahr werden wir die Gaststätte besuchen, in der unsere Hochzeitsfeier statt fand.
Inzwischen ist in ihr ein italienisches Restaurant beherbergt.
Die etwas gruseligen Wandbilder mit ihren dicken Engeln übersehe ich gern.
Finde ich hier doch – neben guter, italienischer Küche –  etwas ganz anderes.
Aufrichtige Gastfreundschaft.
Nirgendwo bin ich so von aufmerksamen, lustigen, ihren Job liebenden Kellner umgeben, wie in den italienischen Restaurants. Etwas, was ich in deutschen Restaurants, vor und auch nach der Wende, sehr vermisse.
Zudem an einem Ort, den der Gärtnergatte und ich mit dem Beginn unserer Liebe verbinden.
Walpurgisnacht für Ältere.
Ich werde die Perlen rausholen.
Auf in den Mai. Juchhei.

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Westendstorie Storie

7.05 Uhr.
Pünktlich wie jeden Tag in den letzten 21 Jahren stand sein Frühstück auf dem Tisch.
2 Scheiben Vollkornbrot, Quark und Schnittlauch. Auch zu Zeiten, in denen kein Schnittlauch wuchs, fand er sich geordnet im Schälchen rechts neben dem Quark. Akkurat wie alles, was sie tat, sorgte sie vor und fror das Kraut portioniert ein.
Ein Döschen neben dem anderen lagerte im Tiefkühler.
Es war ein Elend ohne Ende, seine Chromosomen wurden grün von dem Zeug.
Alles hatte er versucht um sie zu überzeugen, die Frühstücksgewohnheiten zu ändern.
Am Anfang ihrer Ehe war sie ein großer Gewinn gewesen.
Voller Zärtlichkeit und Liebe, mit übertriebenem Hang zur gesunden Ernährung, aber er dachte, dies würde sich legen.
In seinen Träumen reckelten sich Frauen mit barocken Formen. Die seine blieb hager.
Einmal ein Tag ohne Schnittlauch, das war sein einziger Wunsch. Diesen Tag würde er sich rot in seinem Kalender anstreichen.
Grün, grün, grün wohin er sah. Waren das schon Wahnvorstellungen?
Drehte er durch?
Einmal hatte er an ihrem Auto die Reifen lockern wollen,  als er gerade dabei war, die Radkappen abzuschrauben kam sein Weib heim und berichtete von geschenkten Fahrkarten für eine ganze Arbeitswoche. Hin- und Rückfahrtkarten. Das gesparte Geld wollte sie in neue Schnittlauchpflanzen investieren.
“ So immergrün wie unsere Liebe mein Schatz “ zwitscherte sie.
Und dabei lachte sie ihn mit einem umwerfenden Lächeln an.
Wieder schlich sich ihr schönes Gesicht in seine Träume. Getragen von einem wohlgerundeten, ihn zu einem Seufzen verleitenden Körper.
Er war kurz davor auszurasten. Sein gesamtes seelisches Gleichgewicht war in Gefahr.
Am hintersten Regal im Baumarkt fand er es endlich.
Schneckengift in grüner Farbe. Verzweifelt hatte er es gesucht.
In allen Fachzeitschriften wurde davor gewarnt.
Anstatt die Schnecken zu vernichten, vermehrten sie sich damit rasant. Besonders versessen sollten die gierigen Tierchen dann auf Schnittlauch sein.
Von völlig kahl gefressen Beeten war die Rede gewesen.
Er kaufte den gesamten Vorrat.
Und ein rotes Kleid für sein Weib.
Zwei Kleidergrößen über ihrer jetzigen.

Alte Zeiten – Huflattich und der Tee daraus

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In den Februarferien wie in fast jeder Ferienzeit, zog es mich, als ich Kind war, zu meinen Großeltern.
1956 hatten sie sich, mit den damals knapp vorhandenen Mitteln, einen Traum erfüllt und ein kleines Haus gebaut. Besser – eine Doppelhaushälfte. So konnte zusätzlich gespart werden.
Heute wohnen der Gärtnergatte und ich darin.
Wahrscheinlich sind es meine Kindheitserinnerungen, die mir jeden Nachmittag im Garten zu einem Urlaubstag werden lassen.
War ich im Februar zu Gast, waren die Unterhaltungsmöglichkeiten dem Wetter entsprechend.
In manchen Jahren war rodeln möglich, oder wir spielten auf der zugefrorenen Eisfläche eines flachen Tümpels Eishockey. Wenn ich einbrach – und das dies passierte, dafür sorgten die Jungs mit denen ich unterwegs war schon, wollten sie mich als einziges Mädchen doch schnell loswerden – waren es nur ein paar Meter heim.
Dann gab es ein heißes Fußbad – niemand richtete damals wegen solcher Lapalien ein Vollbad, für das erst der Badeofen beheizt werden musste – und die Welt war wieder in Ordnung.
Manchmal waren die Tage aber auch schon von greller, hell strahlender Wintersonne erfüllt, die den Schnee hatte tauen lassen und alles in Vorfrühlingstaumel versetzte.
Hinter dem Garten meiner Großeltern ging es über einen steilen, kurzen Abgang – auf dem im noch fernen Sommer Margariten blühen würden – auf die Auwiese des angrenzenden Waldes. Ein klar dahin murmelnder Bach trennte die Wiese vom Wald.
Dort habe ich herrliche Zeiten verbracht. Im flachen Wasser des Baches lagen rundgeschliffene Steine, die ich so anordnete, das ich (fast) trockenen Fußes das andere Ufer erreichen konnte. Dämme haben wir gebaut und hatten die größte Freude daran.
In meinen Februarstreifzügen war es dafür noch zu kalt.
Anderes gab es zu tun.
Auf der großen Wiese war der Bau eines Freibades vorgesehen,  der später auch erfolgte.
Das es nur zur Fertigstellung des Nichtschwimmerbeckens kam, tat unserer Freude keinen Abbruch. Glückliche Zeiten habe ich und später meine Kinder in der „Pfütze“ wie wir das Freibad, mit dem nie fertiggestellten Freischwimmerbecken liebevoll genannt haben, verbracht.
Heute ist es aus wirtschaftlichen Gründen wieder eingeebnet worden.
Aber zurück zu meinen Ausflügen.
Für meinen Großvater sollte ich (und natürlich tat ich, was er mir auftrug) von den für die Fußwege des Freibads schon gelagerten Steinen von jedem meiner Streifzüge zwei Steine mitbringen. Das wäre ja dann für mich ein Leichtes und in dieser geringen Menge auch kein Diebstahl.
Dazu muss ich sagen, dass es in den 70er Jahren in der DDR eine Schwierigkeit darstellte, solche Steine einfach zu kaufen.
Gesagt getan. Immer brachte ich zwei Steine mit und so kommt es, dass ich heute, obwohl das kleine Bad schon lange nicht mehr existiert, noch immer auf den Steinen seiner Gehwege laufen kann. In meinem Garten nämlich. Von mir transportiert, vom Großvater verlegt.
Meine Großmutter hatte eine andere Bitte.
Ihr sollte ich die ersten, gelben, der Sonne entgegenblühenden Köpfchen vom Huflattich pflücken.

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Und so sammelte ich meine Taschen voller Blüten, die zwischen den Steinen hervorlugten und brachte meiner geliebten Großmutter voller Stolz die so wunderbar aromatisch riechenden Heilpflanzen nach Hause.
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Angesetzt mit Honig vom Nachbarn der Imker war oder auch getrocknet als Tee ergab das ein heilsames Mittel gegen Husten.
Heute habe ich, der schönen Blätter wegen, die erst lange nach den Blüten austreiben,  den Huflattich als schmückende Pflanze im Garten.

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Es ist ein seit Jahrtausenden bekanntes Heilkraut auf das meine Großmutter zurück griff.
Huflattich ( Tussilago farfara ) lindert hartnäckigen Reizhusten und löst selbst zähen Schleim.
Gleichzeitig überzieht er die Atmungsorgane mit einer schützenden Schleimschicht, so dass trockener Husten gelindert wird.
Die Huflattichblüten sind in der Lage die Bronchien zu erweitern und helfen somit selbst bei asthmatischen Beschwerden. Das liegt an den in ihnen enthaltenen Polysaccariden, Schleimstoffen, Sterolen,  Bitter- und Gerbstoffen.
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Aber auch die balsamisch duftenden Blätter der genügsamen Pflanze besitzen Heilkräfte.
Während die Blüten schon ab Ende Februar erscheinen und damit zu den ersten Heilpflanzen des Jahres überhaupt gehören, treiben die Blätter erst viel später – im Mai – aus.
Aus ihnen zubereiteter Tee hilft bei Verdauungsbeschwerden jeglicher Art.
Von Mai bis Juni können die jungen Blätter gesammelt und dann getrocknet werden. Dabei ist in der Sonne gewachsenen Blättern der Vorzug zu geben. Sie enthalten deutlich mehr Inhaltsstoffe, als es die im Schatten wachsenden Blätter tun.
Generell gilt für viele Heilpflanzen, nach dem Johannistag ( 24.Juni ) soll nicht mehr gesammelt werden.
Die Blüten und Blätter des Huflattichs können auch äußerlich angewandt Linderung bringen.
Vielerlei Hautkrankheiten und selbst leichte Verbrennungen werden so gemildert.
Ein Fußbad mit dem Aufguss der Blätter sorgt bei geschwollenen Füßen für wohltuende Kühlung.

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Ein hilfreiches Heilmittel hat mir meine Großmutter in vergangenen Kindertagen nahe gebracht und ich mag es gern in meinem Garten haben, auch seiner schlichten Schönheit wegen.

Wie man Frühlingsfrische für heiße Sommertage konserviert oder Veilchensirup oder Think pink

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Alles zu seiner Zeit…
Momentan blühen die Veilchen.
Was ihnen den unverwechselbaren Zauber bringt, ist ihr Duft.
Dafür verantwortlich ist das Jonon.
So heißt der Duftstoff, welcher das Veilchen seit Jahrhunderten zur Blume der Liebenden macht.
Die klare, leichte Süße der kleinen, blau-violetten Blume ist unverwechselbar.
Immer hinterlässt sie den faszinierenden Eindruck von blumiger Reinheit, Unschuld und Frische.
Genauso wie ich mich fühle, wenn die ersten Sonnenstrahlen im neuen Frühjahr auf der Haut tanzen und wenn dieselbe Sonne die Erde wieder erweckt und sie ihren duftenden Atem verströmen lässt.
Nichts lässt im Moment an Gluthitze und vor Wärme flirrende Sommertage denken…und doch werden sie kommen.
Dann ist es gut, vorgesorgt zu haben und auf Erinnerungen aus dem Frühling zurückgreifen zu können, die Leib und Seele wohl temperieren.
Am besten gelingt das mit einem Veilcheneis.
Aufgetischt in brütender Hitze erfrischt es ungemein.
Verführerisch zart, fast sanft, leicht rosa in der Farbe, mit der kühlenden Frische von Joghurt und dem unverwechselbaren, fast eleganten Veilchenaroma ist es eine wahrhaftige Versuchung.
Um ein Veilcheneis herstellen zu können, brauche ich unter anderem Veilchensirup.
Genau diesen mache ich mir heute.
Sommervorrat – das ist doch etwas ganz Besonderes.
In den frühen Mittagsstunden – wenn der Tau auf den zarten Blüten getrocknet ist, die Sonne ihnen aber noch nicht die Kraft geraubt hat – mache ich mich an eine der schönsten Arbeiten die es gibt und pflücke Veilchen.
Nur die zarten Köpfe, keine Sorge, schon nach zwei Tagen ist an der ausgeraubten Stelle alles auf’s Feinste nachgewachsen.
Was ich hier habe ist ein wahrer Schatz.
Das Gefühl, die Hände voller Veilchen zu haben, ist unwiederbringlich.
Die Blüten riechen und strahlen und mir wird ganz froh zumute.
Ob das vom Duft der Veilchen kommt?
Soll er doch in der Lage sein Aggresionen abzubauen, unruhigen Schlaf zu verhindern und selbst Schockzustände mildern zu können.
Veilchenduft beruhigt und öffnet den Geist für Neues.
Wohl war, so fühle ich mich!

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Bei diesem Anblick ist das bestimmt zu verstehen.
Immer wieder muss ich an ihnen schnuppern, es ist ein glücklich-zufrieden machendes Gefühl. Ich fühle mich so wohl…was für ein Fest der Sinne.
Das will ich an meine Liebsten weitergeben und deshalb nun aber zum Sirup.
Ich brauche:

400 ml Wasser,
400 g   Zucker,
1 Pk. Zitronensäure oder 2 Biozitronen und natürlich Veilchen,
so viele Veilchen, wie in ein 400 ml fassendes Gefäß passen würden.

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Das Wasser und der Zucker werden aufgekocht und die Zitronensäure oder die in Stücke geschnittenen Zitronen hinzugegeben. Ich nutze Ascorbinsäure, um eine klare Flüssigkeit zu bekommen.
Abkühlen lassen.
In die lauwarme Flüssigkeit kommen nun die Veilchenblüten hinein.

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Ein Bild und Duft für die Götter!
Wenn umgerührt wurde, sieht es nicht mehr ganz so schön aus, der Duft der Veilchen soll aber auch in den Sirup übergehen und deswegen ist das Umrühren unerlässlich.

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Das Gefäß gut verschließen, am besten mit Klarsichtfolie und für 4 – 5 Tage an einen sonnigen Ort stellen.

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Täglich mehrfach schütteln oder umrühren, die Flüssigkeit muss sich rosa färben.

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Nach der Ziehzeit den Sirup durch ein mit Küchenkrepp ausgelegtes Sieb filtern, um die Blüten und andere Schwebeteilchen zu entfernen.
Das bleibt von den Blüten.

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Auf Küchenkrepp verteilt,  am Besten geht das mit einer Gabel, trockne ich sie zu Dekorationszwecken.
Wenn ich’s locker sehe – und das tue ich –  ist das die einfache Art von kandierten Veilchen

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Der Sirup – von einem rosa, das einen in’s träumen bringt – wird noch einmal ganz kurz aufgekocht und dann in heiß ausgespülte Flaschen gefüllt.
In Sekt oder Mineralwasser gegeben, parfümiert und verfeinert er das Getränk optisch und geschmacklich.
Mein Sirup ist für sommerliches Eis gedacht,  deshalb fülle ich ihn noch heiß in Schraubgläser und konserviere ihn so, portioniert, bis ich ihn benötige.

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Ob ich euch erzähle wie Veilcheneis zubereitet wird?
Aber gewiss.
Alles zu seiner Zeit.

Abschied

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Blauer Himmel, weiße Wolken segeln dahin, schweben über dem mit frischem, rotem Sand bedeckten Tennisplätzen.
Ein verträumt-belebtes, hundertjähriges Tennishaus, im Hintergrund reichen sich renovierte Altbauschönheit und neugebauter Sportprachtbau die Hand.
Was könnte das für eine Idylle sein.
Könnte !
Das große, altehrwürdige Gebäude im Hintergrund ist die ehemalige Landesverwaltungsschule.
2011 wurde sie mit großem Aufwand liebevoll renoviert und beherbergt nun zwei Kindergärten und zwei Grundschulen. Das parkähnliche Außengelände wurde schonend zum, alle Kinderwünsche erfüllenden, Spielplatz umgestaltet. Der alte Baumbestand wurde sorgsam geschützt und blieb so erhalten.
In solcher, vom Geist der Ästhetik geprägter Umgebung, können Kinder bestmöglich heranwachsen, denke ich, sooft ich dort vorbeilaufe und das emsige Gewusel im mit Lachen gefüllten Spielpark beobachten kann.
Schräg gegenüber befindet sich eine gepflegte, gern benutzte Sportaußenanlage, mit modernisierten Umkleide- und Duschkabinen.
Als im März 2013  die neue, moderne Sporthalle fertig gestellt wurde – das ist der Neubau, im Foto zwischen Schulgebäude und Tennisplatz zu sehen – schien das Glück perfekt.
Fast.
Die drei Tennisplätze, mit traditionsträchtigem 100jährigen und im Originalzustand erhaltenem Tennishaus – ein Museumsstück eigentlich –  müssten dringend instand gesetzt und mit einer Drainage versehen werden, damit nicht nach jedem sommerlichen Regenguß alle Spiele abgesagt werden müssen und das große Wasser auftitschen beginnt.
Das auf den Tennisplätzen alle Schulkinder kostenlosen Tennisunterricht im Rahmen des Schulsports bekommen, daran arbeitet der Gärtnergatte schon lange. Und es sah gut aus…
Auch für die Sanierung der Plätze und damit für ein nach Beispielen suchendem Projekt der Gesamtanlage einer Kindergarten- Grundschul-Sport- und Erholungsmöglichkeit…
Der Teufel steckt im Detail.
Die neue Sporthalle musste wenige Wochen nach ihrer – feierlich begangenen – Eröffnung schließen.
Sie war nass. Das Wasser, das aus ungeklärten Gründen in das neue Gebäude eindrang, richtet solche Schäden an, dass die Halle geschlossen werden musste. Gutachten auf Gutachten werden erstellt, um einen Schuldigen zu finden…
Seit zwei Jahren steht der teuere Neubau nun leer und eine Behebung der Schäden hat nicht einmal begonnen.
Genauso scheiterte im vergangenen Jahr die Zusage der Sanierung der Tennisplätze. Eine rechtzeitige Beantragung von Fördermitteln war versäumt worden, es wurde eine schnelle Bearbeitung versprochen.
Die ist nun nicht mehr nötig.
Der Tennisplatz ist auch verkaufstechnisch gesehen günstig gelegen.
Aldi wittert fette Beute.
Aldi hat Geld.
Das Grundstück hat einen Wert, der sich im fünfstelligen Bereich befindet.
Aldi hängte eine Null hinten dran und versah die Zahl vorn mit einem dicken Bauch und im April dieses Jahres beschloss der Stadtrat den Verkauf des Geländes des Tennisplatzes an Aldi und somit dessen Abriß.
Eine Cola auf dem Weg zur Schule ist bald kein Problem mehr.
Wer fragt da noch nach Gesamteindrücken und weiterdenkenden Projekten ?
An der Zschopau, die in den letzten Jahren des öfteren mit schlimmen Folgen über die Ufer trat, hat die EU einen Dammbau gefördert.
Dort soll 2019 auch die Landesgartenschau stattfinden und eine grüne Erholungsfläche geschaffen werden, in der mit den nun durch den Verkauf erwirtschafteten Mitteln ein neuer Tennisplatz errichtet werden soll.
Wenn nichts dazwischen kommt.
Geld regiert die Welt.

Streng geheim

Es sei ihre Stirne zu kurz, die meine zu hoch…
dieser Gedanke in dich kroch.

Wirf die alten, trüben Gedanken nieder…
komm, ich sing dir neue Lieder.

(N)ostalgisches

Alle haben wir aus unseren Kindertagen wohl ein Gericht, das uns besonders lieb war.
Bei meinem kommt noch eine DDR spezifische Note dazu.
Ich liebe Makkaroni mit Jagdwurst.
Diese Gericht kennt jeder ehemalige DDR – Bürger.
Kochschinken, der eigentlich zu den Makkaroni gehört,  war eine Seltenheit und wurde nicht für solche profanen Speisen verwendet.
Freitag, am Nachmittag, stellte ich mich beim Fleischer an, meine Mutter löste mich später ab, so konnte sie Zeit sparen.
Wir kaufen den Fleisch- und Wurstbedarf für eine Woche ein.
Bei allen Einschränkungen, die Wurst war frisch vom Fleischer selbst gemacht und hielt auch ohne Konservierungsstoffe und Plasteverpackungen bis zum nächsten Einkauf. Vieles gab es in ausreichender Menge, gab es Kochschinken, sagte man:…und Kochschinken bitte.
Eine Angabe in Gramm war nicht nötig, jeder erhielt 3 – 4 Scheiben zugeteilt und fertig.
Aber vom Schinken wollte ich eigentlich gar nicht erzählen.  Seine Knappheit machte es notwendig, Jagdwurst als Ersatz zu den Makkaroni zu braten.
Mir schmeckt das heute noch gut und deswegen gibt es bei mir gelegentlich  Makkaroni mit Jagdwurst.
Dazu gibt es eine Tomatensoße, die es so auch in der DDR gegeben hat.
Selber aus Tomaten hergestellt, Dosentomaten gab es nicht.
Ketschup in kleinen Flaschen war ebenso Mangelware, man erwischte ihn aber. Es war nicht der heute bekannte Ketschup, eher eine gewürzte Tomatensoße, die meine Mutter einfach erwärmte und über die Makkaroni gab.
Das geht mir zu weit, ich mache eine ganz einfache Tomatensoße selbst.
Dazu brauche ich:

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Dosentomaten,
Olivenöl,
Knoblauch,
Salz, Pfeffer und Zucker,
etwas getrockneted Basilikum und
flüssige, süße Sahne.
In einem Topf das Olivenöl erwärmen und den Knoblauch dazugeben, damit das Öl seinen Geschmack annimmt.

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Die Tomaten dazu und alles mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.
Basilikum kommt nun hinein und ich lasse alles sacht vor sich köcheln.

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Ganz am Ende gebe ich die süße Sahne dazu, dass nimmt den fruchtig, tomatigen Geschmack, den der Gärtnergatte nicht mag. Wer ihn gern hat, lässt die Sahne einfach weg.
Das war schon alles.
Das ich Riesaer Makkaroni für mein (N)ostalgieessen verwenden ist Ehrensache.
Feine, handgemachte Pasta gibt es ein anderes Mal.
In einem kleinen Tiegel zerlassen ich ein großzügiges Stück Butter und nein, nein, es kommt kein Salbei hinein, sondern die geschnittene Jagdwurst.

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Nun wird sie schön kross gebraten.
Die Rotweinauswahl zum Essen steht fest, es ist ein Rotkäppchen Rotwein – ein einfacher, guter Dornfelder.
Wichtig bei diesem Gericht ist Käse, ja kleine Berge davon sogar. Und selbstverständlich kein Parmesan, der war in der DDR nicht zu bekommen.

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Also tut es ein guter Gouda, frisch gerieben und in enormen Mengen.
Der Käse kommt auf die heißen Makkaroni und wird mit der ebenso heißen Jagdwurst-Butter-Mischung übergossen und muss beim Verzehr zerlaufen und Fäden ziehen.

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Das ganze Gericht ist eine mir äußerst schmackhafte, dabei schnelle und preiswerte Variante der Nudelzubeteitung vergangener Tage.
Ich mag’s und mein Gärtnergatte auch.

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Physalis

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Die Andenbeere oder Kapstadtbeere wächst auch in unseren Gärten.
Ihre kleinen, zarten Blüten sind schön anzusehen und wenn sie befruchtet sind, wachsen ihre Kelchblätter weiter und bilden einen sternförmigen Kelch

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um die inneliegende, orangefarbene Beere.

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Diese Exemplare sind noch klein und aus eigenen Früchten des vergangenen Jahres gezogen.

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Die Physalis ist nicht winterhart.
Deswegen halte ich sie in Töpfen, die einen sonnigen Standort lieben und außer viel Wasser keine Ansprüche stellen.
Meine Töpfe ziehen vor dem ersten Nachtfrost in’s Winterquartier und reifen dort nach.
Sollte es nicht gelingen die Pflanze zu überwintern, stecke ich einfach einige Beeren und ziehe mir neue Pflanzen selbst.
Reich an Vitamin C, Vitamin B1, Vitamin B6, und Eisen ist es vor allem der Beta-Carotin-Gehalt der Früchte, der sie für die gesunde Ernährung wichtig macht.
Zudem sind die Früchte eine feine Dekoration und sie schmecken köstlich.
Auch als Geschenk macht sich ein kleines, neues Pflänzchen gut und kann durchaus einen Blumenstrauß ersetzten.
Hübsch verpackt, vielleicht mit einem kleinen Beutelchen schon reifer Früchte daran – als Anreiz – sind sie ein Mitbringsel, das Freude bereitet.

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Hier habe ich einfache Töpfe mit Goldfolie beklebt. Einen Topf noch mit bunten Keramikblumen verziert, an dem anderen hängt ein Tütchen mit reifen Früchten – fertig.

Das Letzte vom Tag

Hab‘ mein Wagen voll geladen…

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Gegenwärtige Grüße aus der Vergangenheit – Himmelschlüsselchen und der Tee daraus

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Den größten Teil meiner Kindheit verbrachte ich in einem villenähnlichem Gebäude, das auf drei Etagen, sechs Wohnungen beherbergte.
Mit Außenklo und die Wohnungen unterm Dach ohne fließend Wasser. Aber mit Balkon.
Es waren die frühen 70er.
Im Erdgeschoss des Hauses wohnten die verwitwete Hausbesitzerin mit ihren Eltern.
Eine gepflegte Dame – wie aus einer anderen Zeit-  die bis in ihr hohes Alter schwimmen ging.
Links davon lebte ein altes, kinderloses Ehepaar. Einfache Leute, die friedlich ihre Tage gemeinsam verbrachten.
Darüber im ersten Stock zog meine Frau Mutter mit uns beiden 7-  und 13- jährigen Mädchen ein und damit die zweite Witwe in der Hausgemeinschaft.
Neben uns wohnte ein altes Fräulein mit ihrem Herrn Bruder, Umsiedler aus Ostpreußen – vor allem das Fräulein war mir 7jähriger sehr zugetan – und in der oberen Etage teilten sich die dritte Witwe im Haus und noch ein weiteres Fräulein eine Wohnung. Daneben lebte ein Lehrer, der gern trank, mit seiner Frau und Tochter. Diese Familie lebte sehr für sich und zog später aus.
Im Hof des Hauses befand sich ein kleiner, parkähnlicher Garten, der einer Wäschewiese für alle Platz bot. Dort fand sich auch ein Fleck für mich und meinen Sandkasten.
Die beiden Parteien des Erdgeschosses hatten zusätzlich je einen baumumstandenen Außensitzplatz, in deren ureigenem Herrschaftsbereich mich jeder der älteren Leutchen willkommen hieß.
Vor allem das Elternpaar der Hausbesitzerin strahlte einen märchenhafte Senioreneleganz verbreitenden Charme aus.
Es waren schöne, ruhige Stunden, die ich still bei ihnen sitzend verbracht habe.
Die kleinen, eigenen, grünen Sommerinseln waren mit Blumen bepflanzt.
Auf der einen Seite blühten im Frühjahr eine Vielzahl von Märzenbechern und Schneeglöckchen zwischen zwei alten Eichen.
Vor zum Eingang hin, vorbei an der leichten Erhöhung der anderen Gartenresidenz, standen die Haselnussbüsche des Nachbargrundstücks und ein kaum mehr tragender Kirschbaum.  Das alte, quietschende Eisentor schmückte sich seitlich mit Flieder und Knallerbsensträuchern.
In deren Schutz blühten zart Himmelschlüsselchen.

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Meine Frau Mutter, später gemeinsam mit meinem Stiefvater, hat einen großen Teil ihres Lebens in diesem Haus verbracht, das sein ganz eigenes Flair über lange Zeit bewahren konnte.
Nach und nach verstarben die alten Bewohner, neue kamen hinzu, die Besitzer und die Zeiten wechselten.
Meine Eltern waren alt geworden und konnten sich nicht mehr vorstellen umzuziehen.
Den maroden Zustand des Hauses haben sie nicht sehen wollen. Ihre Wohnung war groß, gepflegt, zwar fürchterlich kalt im Winter, jedoch Teil ihres Lebens.
Zog ein Mieter aus oder verstarb, fand sich kein neuer mehr, der in das einstmals so einladende, nun dem Verfall bestimmte Haus ziehen wollte.
So kam es zum Leerstand einiger Wohnungen und eines eisigen Winters platzte in der über der Wohnung meiner Eltern gelegenen, verlassenen, ungeheizten Wohnung ein Wasserrohr und richtete einen solchen Schaden an, dass meine Eltern in der völlig vom Wasser ruinierten Wohnung nicht bleiben konnten.
Es war ein schweres Scheiden.
Während meine Mutter Fuß in unsere Nähe fassen konnte, gelang dies meinem Stiefvater nicht. Zu sehr war er durch den Verlust seines zu Hauses und seiner Heimatstadt entwurzelt. Er war zu alt für Veränderungen und hat es, trotz größter Bemühungen, nicht überwunden. Als meine Eltern das Haus verlassen mussten, haben meine Schwester und ich uns aus dem verwilderten Garten Himmelschlüsselchen mitgenommen.
In meinen Garten eingesetzt,  stehen sie nun schon im 3. Jahr und sind dabei sich zu vermehren und blühen als wollten sie die alten Zeiten zurück bringen.

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Die echte Schlüsselblume (Primula veris) ist an ihrem leicht hellgrünen Blütenkelchgrund zu erkennen und eine Heilpflanze.
Sie enthält Saponine, Flavonoide, ätherische Öle, Gerbstoffe und Kieselsäure.
Ein Aufguss der Blüten zu Tee hilft bei Kopfschmerzen, fieberhafter Erkältung und Katharr.
Die alten Griechen nannten sie Dodecatheon – Zwölfgötterblume.
Sie glaubten, dass die Blume alle Krankheiten aus dem Körper vertreiben kann.
Hymelslozzel nannte sie Hildegard von Bingen.
Sie glaubte, die Blume speichere die Kraft der Sonne.

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Sie verwendete den Tee davon bei Melancholie,  Wahnvorstellungen und Kopfschmerzen.
Der Volksmund lehrt auch die Heilkraft der Schlüsselblume bei Gicht.
Eine Kompresse mit dem heißem Aufguss äußerlich angewandt hilft bei Nervenschmerzen, Schlaflosigkeit, Angst und Aufregung.

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Der Absud der Wurzeln (auch der Blüten) ist als Tee getrunken ein hervorragendes Mittel gegen Husten und hilft selbst bei chronischer Bronchitis.
Der Tee wirkt zusätzlich entwässernd und kann bei Gicht, Rheuma und Arthritis Linderung bringen.
Ihren Platz findet sie in naturnahen Gehölzunterpflanzungen und wandert von dort auf feucht-frischen Böden gern in angrenzende Wiesen.
Sie versamt sich selbst.

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Die Schüttelkapseln, auf den langen Stengeln sitzend, machen ein Verstreuen im Wind möglich.

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Schön ist die zarte Frühblüherin, so wundert es kaum, dass sie die Lieblingsblume der Elfen und Brunnennixen ist.
Ihre frischen, jungen Blättchen sind eine köstliche Salatzugabe und damit zieht die Schöne in die Küche ein.
Mancherorts werden ihre Blüten in kochendes Wasser gelegt und damit die Ostereier gefärbt.
Selbst Johann Sebastian von Bach erwähnt das Himmelschlüsselchen in seiner Johannespassion.

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Mir sind sie Freude am heutigen Leben und Kindheitserinnerung in einem.