Monatsarchiv: Februar 2015

Weibliches

Der Frühling naht.
Das heißt vorbei die Zeit der bequemen und eleganten Unterröcke mit Stützfunktion. Zu warm werden traumhaft zu tragende Hemdchen mit eingearbeiteten Körbchen.
Es muss ein einfacher Bh halten, was uns Frauen unter anderem zu Frauen macht.
Luftig, locker, leicht.
Stützend, haltend, formend.
Elegant, verführerisch.
So soll er sein.
Und eines soll er vor allem.
Passen.
Wenn man ein zartes Reh von 22 Jahren ist,  kann es durchaus sein, dass man so etwas findet.
Ich bin 50. Und eher Bombi denn Bambi.
Nichtsdestotrotz fühle ich mich schön und bin gern gut, wenn auch nicht auffallend, gekleidet.
Also los. Es muss doch möglich sein, so ein Teil zu bekommen.
Ich habe da so meine Wünsche.
Luftig,  nicht kratzig und heute gern in weiß und ohne Spitze.
Nachdem ich in verschiedenen Läden schaute und mit hängenden Kopf wieder heraus kam, entschließe ich mich es in einem der edleren Läden zu versuchen, indem es noch den Luxus einer beratenden Verkäuferin gibt.
Hinein und meine Wünsche geschildert und vor mir breitet sich ein Berg weißer Dessous aus, dass selbst mir schwindlig wird.
Vom Preis.
Dafür bekomme ich um diese Jahreszeit eine Übernachtung im 5 Sterne Hotel auf der Insel Rügen.
Vom Design ganz zu schweigen.
Ich wollte keine Rüstung kaufen. Nein, nein.
Auch wenn ich Oma bin, so was trage ich nicht. Das Mittelteil ist so breit wie meine Hand (ich dachte an ein Schleifchen als Mittelteil ).
Die Träger machen jeden Ausschnitt eines Pulli’s zu nichte,  sollten sie hervor schauen( hervorblitzen kann ich hier wirklich nicht schreiben) .
Noch schlimmer sehen sie angezogen aus !!!
Auf meine Frage an die Verkäuferin, nach den Hübschen da drüben meint sie hart: “ nicht in ihrer Größe „.
Zum Glück kommt eine neue Kundin, die sich beratungswillig zeigt und ich komme frei und kann selber suchen und finden und auch noch im „Sale“ wie der Ausverkauf ja jetzt heisst.
Phuu.
Frühling, Ostsee…ich komme.

Mango

Die Mango zählt zu meinen Lieblingsfrüchten, auch ihres wundervollen Aussehens wegen.
Aromatisch im Geschmack und betörend in Duft und Farbe ist sie ein wahrer Schatz.
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Das sonnige Gelb ihres Fruchtfleisches ist Zugabe zu vielen Vitaminen und Spurenelementen. Mit 36,4 mg/ 100 g Vitamin C schützt die Frucht im Winter vor Schnupfen und im Frühjahr vor Müdigkeit. Dabei hilft auch der hohe Eisengehalt. Weiter finden wir Calcium, Magnesium und Vitamin B in ihr. Und nicht zuletzt Vitamin A und seine Vorstufe Beta- Carotin.
Damit wird unsere Sehkraft, das Immunsystem und elementare Wachstumsprozesse unterstützt.
Der Reifegrad ist nicht an der Färbung der Schale zu erkennen.
Wenn die Frucht aromatisch duftet und sich leicht eindrücken lässt, ist sie reif.
Mangos sollten spätestens 2 – 3 Tage nach dem Kauf verzehrt werden, sie faulen leicht. Von einer Aufbewahrung im Kühlschrank ist abzuraten,  die Frucht verträgt keine Kälte.
Am Besten serviert man die Frucht folgendermaßen.

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Seitlich des flachen Kerns einschneiden und in zwei Hälften teilen, den Kern entfernen.
Das Fruchfleisch in jeder der beiden Hälften gitterförmig einschneiden und einfach nach außen stülpen.

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Mit Löffel und Gabel kann nun das Fruchtfleisch mit Genuß verspeist werden.
Auch die gefürchteten Flecken auf der Kleidung bleiben so aus, sie sind fast nicht zu entfernen.

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Beim Anblick der köstlichen Mango, die aus Indien stammt, will ich gern glauben, dass Buddha selbst im Schatten ihrer Bäume zu gern Ruhe suchte und fand.

Holger Biege Als der Regen niederging Video – swaantjejanke – MyVideo

http://www.myvideo.de/watch/8372753/Holger_Biege_Als_der_Regen_niederging

Mit der nochmaligen Bitte um Unterstützung des erkrankten Musikers.
Für die kurze Werbung auf dem Video bitte ich um Pardon.

Mitteilung

Alle Beiträge und Fotos auf meinem Blog sind mein privates Eigentum.
Ein Rebloggen ist nicht erlaubt.

Danke und viel Freude beim lesen.

Das Schöne vom Tag

…die Stadt erwacht

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Vor kurzer Zeit hatte ich dieses Motiv um die gleiche Uhrzeit aufgenommen.
Damals war winterblau was heute im Frühlingssonnenlicht liegt.

Das Schöne vom Tag

Suchbild

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Findet den Gärtnergatten.

Dieses kribbeln in mir…

…ist einfach nicht mehr zu stoppen.
Februar.
Die Haut sehnt sich nach Sonne, der ganze Körper will Licht und Luft und Frische.
Die Fenster weit aufreißen möchte ich, den Wintergeruch verjagen.

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Die gleißende Februarsonne bringt es an den Tag. Überall hat sich der Winter staubig versteckt.
Ha, ich werde es ihm zeigen.
So dachten schon die alten Römer.
Februare ist lateinisch und heißt reinigen. Sie nannten also gleich den ganzen Monat nach den in ihm zu erledigenden Arbeiten.
Die alten Germanen hielten mit. Nach der Schneeschmelze wurden hier die Speicher- und Vorratskammern gesäubert, leer waren sie sowieso gerade.

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Und da über viele Jahrhunderte hinweg der Rauch der offenen Feuer die Stuben verrusste, war nun die Zeit, dies zu reinigen gekommen.
So begannen die ersten Arbeiten im Jahr mit dem Frühjahrsputz.

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Im alten Persien war das nicht anders.
Hier wurde Noruz – das Neujahrsfest – gefeiert.
Noruz lag um die Zeit der Tag – und Nachtgleiche, also in der Zeit vom 19. bis zum 21.März.
Auch diesem Fest ging ein umfassender Hausputz voraus.
Auch das jüdische Pessachfest wird von vielen für den Ursprung des Frühjahrsputzes gehalten.
Die an ihm gereichten Speisen mussten ungesäuert sein, also frei von Weizen, Roggen, Hafer, Gerste oder Dinkel.
Um das zu gewährleisten, wurde das ganze Haus ausgefegt, damit sich nur ja kein Körnchen in die Speisen verirrte.
Da sich so viele Nationen und Religionen einig sind in Bezug auf einen sauberen Beginn des Frühlings, frage ich mich, warum sie sich nicht einig werden in Bezug auf eine saubere Beziehung mit – und untereinander.
Wie man sieht haben wir alle den gleichen Ursprung und ähnliche Bräuche.
Zeit ist es alte Vorurteile auszukehren.
Fange ich also im Kleinen und bei mir an und kehre, fege, wische und putze und poliere alle Überreste des Winters hinweg.
Gut fühlt sich das an, wenn durch die weitgeöffneten Fenster die frische, noch kühle Luft durch’s Haus strömt und die Glasscheiben mit der aufsteigenden Sonne um die Wette glänzen.

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Die Vögel zwitschern schon erste Frühlingslieder und ich bin wieder guten Mutes.
Überall blitzt und strahlt es und gleich befülle ich mir noch einen ersten, frühen Blumenkasten.
Für soviel Fleiß belohne ich mich mit einem ausgiebigen Bad in Meersalz und entschlacke und reinige auch mich.
Kribbelig fühle ich mich nun immer noch.
Vor Freude über die Frühlingsfrische und den Blauhimmel.

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Streng geheim – Schneeglöckchen

Schneeglöckchen

Die Farbe blass,  jedoch bestimmt, absolut vorhanden.

Der Geruch schwach, kaum wahrnehmbar, Ahnung eher.

Zerbrechlich zart, doch mit stärksten Willen hervorgebrochen aus immer fruchtbarem Schoß.

Gestärkt vom gleißenden Licht,
unaufhaltbar ihm entgegenstrebend
ohne zu entwurzeln.

Die Rettung

Da komme ich an diesem, nach dem Frühlingsblau der letzten Tage, besonders trostlosem Februartag nach Hause.

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Der Wind weht die nebelkalte, schnupfennasse Winterluft durch die Strubbelhaare und ich bin froh, den Weg zu Fuß hinter mich gebracht zu haben und erwarte nichts besonderes mehr von diesem Tag.
Doch da ist ein Paket,  das auf mich wartet.
Es lässt das Grau draussen zu einer Nebensache werden…Februar eben, der vorbei geht.
In dem Paket ist Duftendes.
Die Seifenfee Kerstin
http://siedendbunt.wordpress.com/
hat mich ein weiteres Mal bedacht und ich bin so fröhlich wie ein Kind beim Auspacken.

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Duftende Schätze, auf’s Liebevollste verpackt. In Säckchen, Döschen und feinsten Seidenpapiertütchen.
So schnell wird grau zu bunt.
Und selbst das zeitige Aufstehen morgen früh wird zur Freude werden.
Ein Glas mit Bergamottegelee ist auch dabei. Ich kann kaum erwarten zu probieren wie es schmeckt.

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Bloggen mit solchen Bloggerfreunden ist ein Gewinn und macht meine Welt bunter und reicher.
Allen mit denen ich hier im Kontakt stehe, möchte ich bei dieser Gelegenheit wieder einmal danke sagen.
Für eure Geschichten und Rezepte, eure Bilder und Foto’s, für’s mitlesen, mitfühlen und kommentieren.
Dankeschön.

Der Himmel über mir…

…ist zum ersten Mal seit Tagen von einem Blau, dass alles Wintergrau wegstrahlt.

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Nichts hält mich mehr, ich muss in den Garten.
Das alte Laub des Apfelbaums,  das ich über den Winter als Schutz für meine Stauden habe liegen lassen, muss beräumt werden. Und auch der Rückschnitt der Pflanzen ist an der Reihe.
Blätter, die am Frost Schaden getragen haben, entferne ich jetzt, um die neuen Blätter nicht am Wachstum zu hindern

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Zum Glück ist purer Sonnenschein, die Sonnenstrahlen verdecken die winterliche Unordnung, der ich nun zu Leibe rücke.
Die Blätter wegfegen, die fette Henne zurückschneiden…, dabei entdecke ich die ersten neuen Triebe.

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Den Lavendel im Kräuterbeet kürze ich,  damit er buschiger nachwächst. Am Wäscheplatz steht der im Herbst frisch gepflanzte Lavendel, ihn befreie ich nur vom Laub und auch die Hortensien schneide ich im ersten Jahr nicht. Auch sie haben den Frost überstanden und treiben schon grüne Spitzen. Genau wie der Oregano.

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Pfefferminze und Zitronenmelisse treiben aus, meine Schafgarbe ebenso und mit ein paar Handgriffen ist Erstes geordnet.
Nachdem ich den Platz unter dem Apfelbaum von letztem Laub befreit habe, entdecke ich Austriebe der Schwertlilie und auch mein schöner, gelber Goldfelberich zeigt sich.
Er rahmt im Sommer meine alte Gartenbank ein.
Heute stelle ich sie mir zum ersten Mal in diesem Jahr in die Sonne und trinke einen Kaffee im Freien zwischendurch.

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Die Sonne ist über die Mittagszeit angenehm warm und ich strecke mich ihr für einen kleinen Moment entgegen.
Dabei fällt mein Blick auf’s Schilf. In den vergangenen Jahren habe ich es immer schon im Herbst zurück geschnitten, letztes Jahr leuchtete es so lange im schönsten Gold, dass ich es nicht über’s Herz brachte.

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Nun ist es höchste Zeit, bald treibt es neu.
Draussen vergeht die Zeit wie im Flug und ab den frühen Nachmittagsstunden wird es wieder kalt, ziemlich kalt.
Brrrrr, ich träume schon wieder von einem warmen Bad.
Der Rückschnitt der Apfelbäume muss demnächst erfolgen, ihn übernimmt der Gärtnergatte selbst.
Für heute bin ich zufrieden, mehr ist im Moment nicht zu tun.
Außer sich an der Schönheit der ersten Blüten zu erfreuen

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und Holz zu holen…für’s abendliche Kaminfeuer.